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Musikstreaming: Spotify wirft Apple Behinderung des Wettbewerbs vor

Spotify fühlt sich von Apple geschädigt: Apple halte Updates für die Spotify-App im App Store zurück, um den Konkurrenten zu behindern, behauptet der Musikstreamingdienst - und hat Anwälte eingeschaltet.

Artikel veröffentlicht am ,
Spotify sieht sich durch Apple behindert.
Spotify sieht sich durch Apple behindert. (Bild: Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images)

Spotify wirft Apple vor, konkurrierende Musikstreamingdienste zu behindern. Apple halte Updates der Spotify-App für das mobile Betriebssystem iOS zurück, um so dem Konkurrenten zu schaden, heißt es in einem Schreiben von Spotifys Anwalt, das Recode vorliegt. Jedes Update einer iOS-App wird vor der Veröffentlichung durch Apple geprüft und nicht freigeschaltet, wenn das Unternehmen damit unzufrieden ist.

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Alle Konkurrenten zu Apples Musik-Dienst Apple Music müssen einen Anteil des Abopreises an Apple zahlen, wenn ein Abo aus einer iOS-App heraus bestellt werden kann. Spotify hat aus diesem Grund das Musikabo für Apple-Kunden teurer gemacht. Es ist nicht bekannt, ob Apple sich selbst ebenfalls diesen Anteil von jedem in der iOS-App gebuchten Apple-Music-Abo abzwackt.

In Spotifys iOS-App kostet das Abo 12,99 Euro, regulär ist es für 9,99 Euro zu haben. Ebenfalls 9,99 Euro kostet Apple Music für einen Monat. Damit Spotify konkurrenzfähig bleibt, wurden iOS-Kunden darüber informiert, dass die Buchung des Abos auf der Spotify-Webseite preisgünstiger ist. Zudem gibt es seit Herbst 2015 ein spezielles Angebot: Spotify kann für drei Monate zum Preis von 99 Cent gebucht werden. Dieses Vorgehen missfiel Apple, der Konzern forderte Spotify nach dessen Angaben auf, darauf nicht mehr hinzuweisen. Apple habe gedroht, andernfalls die Spotify-App aus dem App Store zu entfernen.

Spotify hat Abobuchung aus der iOS-App entfernt

Für Apple-Kunden gäbe es in diesem Fall keine Möglichkeit, regulär die Spotify-App zu installieren. Spotify gibt an, sich dem Druck gebeugt zu haben, und bewirbt die Aktion nicht länger. Zugleich wurde die Buchung eines Abos aus der Spotify-App für iOS entfernt. Daraufhin habe Apple von Spotify verlangt, die App-Store-Bezahlmethode wieder in die App zu integrieren, und seitdem Updates zurückgehalten.

Mit Googles Play Store hat Spotify kein Problem

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Spotify aktualisiert seine App vergleichsweise häufig. Die Spotify-App im Play Store hat erst vergangenes Wochenende ein Update erhalten. Die Spotify-App im App Store wurde dagegen zuletzt Ende Mai 2016 aktualisiert.

Mit Google hat Spotify offenbar keine Probleme, obwohl der Konzern wie Apple ein eigenes Abo für Musikstreaming anbietet, das ebenfalls 9,99 Euro im Monat kostet. Auch Google behält im Play Store einen Anteil der Einnahmen, die eine App erwirtschaftet. Dennoch können Android-Kunden von Spotify den Premium-Dienst aus der App heraus zum Standardpreis von 9,99 Euro buchen. Dazu umgeht Spotify Googles Play Store und wickelt die Buchung über eine Webseite ab. Google ist auf diese Weise nicht an den Spotify-Einnahmen beteiligt.

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Pjörn 02. Jul 2016

Und was ist mit Sky Go, ÖRR-Mediatheken, Meta Trader, Maxdome und vor allem Apple Music...

jokey2k 01. Jul 2016

Man darf nicht vergessen, dass der Zwischenhandel auch kräftig mitverdienen will. Die...

intnotnull12 01. Jul 2016

Vollkommen richtig! Apple holt hier zwar vielleicht kurzfristig den Vorteil, verliert...

Pflechtfild 01. Jul 2016

dann hätte Apple umgehend die amerikanische Wettbewerbsbehörde am Hals.

unbuntu 01. Jul 2016

Ja aber "die sind ja auch Marktführer", Apple nicht. Total lächerlich.


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