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Musikstreaming: Spotify will größeres Angebot im Abo zulassen

Spotify will ein Tabu brechen und manche Alben nur für zahlende Abokunden anbieten. Nutzer der Gratisvariante müssten auf diese Musik verzichten. Spotify weist die Gerüchte zurück.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Will ein Zwei-Klassen-Streaming einführen: Spotify
Will ein Zwei-Klassen-Streaming einführen: Spotify (Bild: Andrew Burton/Getty Images)

Der Musikdienst Spotify will laut einem Zeitungsbericht einigen Künstlern erlauben, ihre Alben nur für zahlende Abokunden verfügbar zu machen. Die Nutzer der werbefinanzierten Gratisvariante würden auf diese Musik dann verzichten müssen. Spotify habe dies in Gesprächen mit Musikmanagern als Test in Aussicht gestellt, schreibt das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Personen.

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Es wäre eine Abkehr von der bisherigen Position, dass bei Spotify die Gratis- und die Abovariante dasselbe Angebot haben sollen. Gründer und Chef Daniel Ek betonte stets, ein Zwei-Klassen-System würde die Nutzer verärgern. Spotify ließ vor einem Jahr lieber die populäre Sängerin Taylor Swift ziehen, als gegen den Grundsatz zu verstoßen.

Künstler bekommen von Gratisabonnenten weniger Geld

Swift entfernte ihre Musik bei Spotify, bei Konkurrenzdiensten ohne Gratisversion ist sie aber weiterhin verfügbar. Aktuell wird das neue Album der Band Coldplay erst am kommenden Freitag, eine Woche nach dem Erscheinungstermin, bei Spotify veröffentlicht, während man es etwa bei Apple Music sofort hören konnte. In der Gratisvariante sind die Funktionen eingeschränkt, so können Nutzer etwa keine einzelnen Songs ansteuern. Für Musikkonzerne und Künstler werfen die werbefinanzierten Angebote deutlich weniger Geld ab.

Spotify gilt als Marktführer im Streaminggeschäft und hat nach jüngsten Angaben von Juni über 75 Millionen Nutzer, von denen rund 20 Millionen zahlende Abokunden sind. Beim Streaming wird die Musik direkt aus dem Netz abgespielt statt heruntergeladen zu werden.

Nachtrag vom 9. Dezember 2015

Laut Spotify ist der Bericht vom Wall Street Journal falsch. "Von unserer Seite können wir das nicht bestätigen, daher ein ganz klares Dementi zu diesen WSJ-Spekulationen", schreibt Spotify Deutschland Golem.de.

Und weiter: Man glaube zu 100 Prozent an das Freemium-Geschäftsmodell. "Die Kombination aus einem kostenlosen, werbefinanzierten Angebot und einem umfassenden Premium-Angebot ist der beste Weg, um Musik an Fans zu liefern."

Auch zu der eine Woche verzögerten Veröffentlichung des neuen Coldplay-Albums äußert sich Spotify. Ein Sprecher sagte: "Ab Freitag wird das Album auf Spotify sein, denn das Coldplay-Management hat beschlossen, dass es für die Fans am besten ist, das vollständige Album für Free- und Premium-Nutzer legal zur Verfügung zu stellen."



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