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Musikstreaming: Spotify importiert Wiedergabelisten anderer Streamingabos

Als Nachzügler bietet Spotify neuerdings ebenfalls die Möglichkeit, Wiedergabelisten von der Konkurrenz zu übernehmen.
/ Ingo Pakalski
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Spotify bietet Import von Wiedergabelisten der Konkurrenz. (Bild: Pexels)
Spotify bietet Import von Wiedergabelisten der Konkurrenz. Bild: Pexels

Spotify gibt die Blockadepolitik beim Austausch von Wiedergabelisten auf. Neuerdings bietet der Marktführer eine Funktion, um Wiedergabelisten anderer Musikstreamingabos in ein Spotify-Abo zu integrieren. Wie auch andere Anbieter setzt Spotify dabei auf ein Partnerunternehmen.

Der Import von Wiedergabelisten aus anderen Musikstreamingabos läuft bei Spotify über den Anbieter Tune My Music(öffnet im neuen Fenster) , der die meisten wichtigen Streamingabos abdeckt. So können Wiedergabelisten aus Amazon Music, Apple Music, Deezer, Youtube Music, Tidal, Napster, Soundcloud und vielen weiteren übernommen werden. Ergänzend dazu lassen sich Wiedergabelisten als Datei über Tune My Music zu Spotify übertragen.

Bei der Nutzung solcher Dienste müssen üblicherweise die Zugangsdaten der jeweiligen Abos eingegeben werden, damit die Dienste auf die Wiedergabelisten zugreifen können. Diese übernehmen dann den Transfer von einem Dienst zum anderen. In der Spotify-App wird die Import-Möglichkeit(öffnet im neuen Fenster) nach einem Nutzerbericht derzeit fest eingebunden und lässt sich nach Angaben von Spotify nicht ausblenden.

Konkurrenz ist Spotify voraus

Auch Deezer nutzt für den Import von Wiedergabelisten(öffnet im neuen Fenster) Tune My Music – und das bereits seit vier Jahren. Google bietet für Youtube Music den Import von Wiedergabelisten(öffnet im neuen Fenster) seit Anfang 2025 an. Nur für den Import aus Apple Music gibt es einen direkten Weg, indem die Wiedergabelisten von Apple Music exportiert werden.

Für alle anderen Dienste nutzt Google für Youtube Music ebenfalls andere Dienstleister, lässt Abonnenten hier im Unterschied zur Konkurrenz aber die Wahl zwischen Tune My Music und Soundiiz. Im September 2025 erhielt Apple Music eine Importfunktion für Wiedergabelisten . Auch Apple setzt nur auf einen Anbieter und hat sich für Songshift entschieden.

Noch vor fünf Jahren ging Spotify aktiv gegen Anbieter vor, die es erlaubten, Wiedergabelisten zwischen Streamingabos auszutauschen. Spotify untersagte etwa Songshift, auf die Daten von Spotify zugreifen zu dürfen. Das Unternehmen nahm daraufhin die Spotify-Unterstützung für kurze Zeit aus seinem Angebot.


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