Musikstreaming: Spotify erwägt doppelten Abopreis für besseren Klang

Spotify hat vor 1,5 Jahren ein Abo mit besserer Klangqualität angekündigt, einige Details zu den Überlegungen verrät eine Umfrage.

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Wann kommt die Hifi-Option für Spotify?
Wann kommt die Hifi-Option für Spotify? (Bild: Pau Barrena/AFP via Getty Images)

Spotify hat ehemalige Abonnenten befragt, unter welchen Bedingungen sie zu Spotify zurückkehren würden. In dieser Umfrage wird auch abgefragt, ob ehemalige Abonnenten für eine Hi-Fi-Option bereit wären, doppelt so viel wie bisher für das Abo zu bezahlen. Der als Platinum bezeichnete Tarif könnte weitere Zusatzfunktionen liefern. Das geht aus Informationen auf Reddit hervor.

Standardmäßig kostet das Bezahlabo von Spotify in den USA 9,99 US-Dollar. Das in der Umfrage genannte Platinum-Abo würde 19,99 US-Dollar kosten. Die Musik gäbe es in hoher Auflösung und es werden Zusatzfunktionen für die Musikbibliothek sowie die Wiedergabelisten genannt, aber nicht näher beschrieben.

Zudem könnte es spezielle Anpassungen für die Nutzung von Kopfhörern geben. Es gäbe auch Zugriff auf Spotify-eigene Podcasts, die mit Werbeschaltungen versehen wären. Auch dazu liefert Spotify keine weiteren Informationen. The Verge hat sich die Angaben auf Reddit bestätigen lassen. Zudem wurde Spotify um eine Stellungnahme gebeten, reagierte bisher allerdings nicht.

Hi-Fi-Abo vor 1,5 Jahren angekündigt

Im Februar 2021 hatte Spotify erstmals angekündigt, Spotify Hi-Fi zu starten. Eigentlich sollte die Option für besseren Klang noch 2021 auf den Markt kommen. Ende 2021 erklärte Spotify auf Nachfrage von Golem.de, dass weiterhin eine Option für besseren Klang für Spotify geplant sei, allerdings wurde kein Termin mehr genannt. Das änderte sich auch nicht im Juli 2022, als Golem.de erneut bei Spotify nachgefragte.

Spotify machte keine Angaben dazu, warum die Markteinführung von Spotify Hi-Fi verschoben wurde. Als Spotify das Hi-Fi-Abo ankündigte, war noch nicht absehbar, wie sich der Markt für Musikstreamingabos mit HD-Inhalten entwickeln würde. Bis Mai 2021 war es üblich, dass Abonnenten einen Preisaufschlag für Musik in höherer Qualität zahlen mussten. Musikstreamingabos kosten in der Regel 10 Euro pro Monat.

So hat sich der Markt für Musikstreaming verändert

Am 17. Mai 2021 kündigte Apple an, ab Sommer 20 Millionen Musikstücke für Abonnenten von Apple Music in HD-Qualität bereitzustellen - ohne Aufpreis. 75 Millionen Musikstücke in HD-Qualität wurden für Ende des Jahres in Aussicht gestellt.

Auf Apples Ankündigung reagierte Amazon noch am gleichen Tag: Der Preisaufschlag für Amazon Music HD wurde gestrichen. Seit dem 17. Mai 2021 können Abonnenten von Amazon Music Unlimited 70 Millionen Musikinhalte ohne Aufpreis in HD-Qualität genießen - und damit lange bevor Abonnenten von Apple Music auf den Musikkatalog in hoher Auflösung zugreifen konnten.

Deezer und Tidal haben auf Apple und Amazon reagiert

Im November 2021 reagierte Tidal auf die Entwicklung und änderte das Abomodell. Seitdem gibt es bei Tidal HD-Sound ebenfalls ohne weiteren Aufpreis. Anders als bei Amazon ist die Nutzung von noch höherer Qualität bei Tidal mit einem Preisaufschlag von fünf Euro monatlich verbunden.

Deezer reagierte im Februar 2022 auf die neue Marktentwicklung und integrierte die zuvor kostenpflichtige Hi-Fi-Option in das Standardabo von Deezer - mit einem Preisaufschlag. Das Basisabo von Deezer kostet seitdem 10,99 Euro.

Als weitere große Anbieter sind Google und Napster am Markt vertreten. Wie bei Spotify gibt es für Abonnenten von Youtube Music sowie Napster bisher keine Möglichkeit, Musik in höherer Qualität im Abo zu erhalten.

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pkVKN0BUAm 23. Okt 2022

Ne chromebooks haben scheinbar nur SBC, Windows auch nur SBC und aac außer angeblich wenn...

/mecki78 18. Okt 2022

Frequenzen, für die dein Trommelfell zu träge ist, haben keinerlei Auswirkungen auf das...

/mecki78 18. Okt 2022

Den hab ich in der Tat spontan geschrieben. Die externen Quellverweise musste ich...

ZerP 17. Okt 2022

Für mich ist Spotify im Grunde gestorben, weil die ihr Remote Connect einfach nicht...



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