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Musikstreaming: Neue Drittanbieter-Apps verlieren Zugriff auf Spotify-Daten

Spotify begründet die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken. Wahrscheinlicher ist hingegen, dass die Musikdaten für KI-Analysen gesperrt werden sollen.
/ Ingo Pakalski
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Neue Drittanbieter-Apps verlieren Zugriff auf viele Spotify-Daten. (Bild: Mateusz Slodkowski / SOPA Images via Reuters Connect)
Neue Drittanbieter-Apps verlieren Zugriff auf viele Spotify-Daten. Bild: Mateusz Slodkowski / SOPA Images via Reuters Connect

Spotify hat Änderungen an der eigenen Web-API vorgenommen, mit der Drittanbieter auf viele Daten des Musikstreamingdienstes zugreifen können. Der Datenzugriff wird in großem Umfang eingeschränkt. Die Änderung gilt für alle neuen Drittanbieter-Apps und auch für solche, die sich gerade in der Entwicklung befinden.

Drittanbieter-Apps, die bereits auf dem Markt sind, sind derzeit nicht betroffen. Sie können die Web-API weiterhin in vollem Umfang verwenden. Es ist unklar, ob das dauerhaft so bleiben wird.

Ebenfalls von den Einschränkungen ausgeschlossen sind Drittanbieter-Apps, wenn sich diese in der Entwicklung befinden und dafür bereits eine Extension-Anfrage an Spotify gestellt haben.

Zugriff auf Spotify-Daten eingeschränkt

Die bereits in Kraft getretene Änderung gab Spotify in einem Blog-Posting(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Eine vorherige Warnung dazu gab es nicht. Betroffene Entwickler sind verärgert, weil sie womöglich viel Zeit in die Entwicklung einer App gesteckt haben, die sie nun nicht veröffentlichen können.

Für neue Apps von Drittanbietern ist kein Zugriff mehr auf Funktionen wie Empfehlungen, verwandte Künstler, von Spotify erstellte Wiedergabelisten, Kategorien-Wiedergabelisten und Vorschau-URLs möglich.

Ebenfalls gesperrt wurden Klangfunktionen und Audioanalysen, die Informationen zur Qualität eines Titels, zur Tonart, zum Tempo, zur Akustik oder Titelgeschwindigkeit sowie zur melodischen Struktur geben können.

Entwickler glauben Spotify nicht

Spotify begründet die Änderungen damit, "eine sicherere Plattform zu schaffen". Unter anderem in Spotify-Foren(öffnet im neuen Fenster) äußern sich Betroffene frustriert und spekulieren über andere mögliche Gründe. Demnach wird vermutet, dass Spotify verhindern wolle, dass die eigenen Daten für das Training von KI-Modellen verwendet würden.

Spotify integriert immer mehr KI-gestützte Funktionen in das Musikstreamingabo und könnte allzu starken Wettbewerb verhindern, indem die Spotify-Daten für andere nicht zugänglich gemacht werden.


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