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Musikstreaming: Fast die Hälfte der Uploads auf Deezer sind KI-Musik

Vollständig KI-generierte Songs haben sich auf Deezer vervielfacht. Für menschliche Musiker stehen viele Einnahmen auf dem Spiel.
/ Oliver Nickel
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Nutzer möchten, dass KI-generierte Musik als solche zu erkennen ist. (Symbolbild) (Bild: Pixabay.com)
Nutzer möchten, dass KI-generierte Musik als solche zu erkennen ist. (Symbolbild) Bild: Pixabay.com / Pixabay-Inhaltslizenz

Die Musikstreaming-Plattform Deezer hat neue Informationen zu KI-generierter Musik geteilt. Laut Aussagen des Unternehmens werden täglich fast 75.000 KI-generierte Songs auf den Dienst hochgeladen. Das entspreche etwa 44 Prozent aller hochgeladenen Stücke – fast der Hälfte. "KI-generierte Musik ist längst kein Randphänomen mehr", sagt Deezer-CEO Alexis Lanternier im Blogpost(öffnet im neuen Fenster).

Die Zahl ist insofern signifikant, als dass Deezer noch vor einem Jahr und direkt nach der Einführung seines eigenen KI-Musik-Erkennungstools nur 10.000 Songs pro Tag als KI kennzeichnete. Das Unternehmen fand in einer eigens in Auftrag gegebenen Studie zudem heraus, dass 97 Prozent der Zuhörerschaft den Unterschied zwischen KI-erstellter und von Menschenhand komponierter Musik nicht heraushören konnte. "80 Prozent der Befragten stimmen zu: Vollständig KI-generierte Musik sollte auch als solche markiert werden", schreibt das Unternehmen.

Bisher nur wenige Zuhörer von KI-Musik

Zwar ist die tägliche Uploadrate von KI-Musik sehr hoch. Allerdings fallen wohl die wenigsten Abrufe auf solche Stücke. Laut Deezer werden nur etwa ein bis drei Prozent der gesamten Musikabrufe durch KI-Songs erreicht. Von diesen werden zudem 85 Prozent erkannt und direkt demonetarisiert.

Ersteller können daraus also meist noch wenig Geld machen. Laut dem Unternehmen sind trotzdem bereits jetzt bis zu 25 Prozent der Einnahmen von Künstlern durch KI gefährdet. Sie selbst können KI aber auch als Tool nutzen, um ihre Musik abzumischen und zu bearbeiten.

Deezer will KI-generierte Inhalte möglichst transparent und erkenntlich machen und hat dafür ein eigenes Tool entwickelt. Aus dem Problem machte der Konzern ein Business(öffnet im neuen Fenster): Kunden können die KI-Erkennung dabei lizenzieren und selbst nutzen. Vor allem von Deezer beauftragte Studien sollten deshalb mit einer kritischen Seite betrachtet werden, da solche Projekte oft ein bestimmtes Narrativ bedienen.


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