Musikmarkt: Gema kauft digitalen Medienvertrieb Zebralution
Die Gema erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an Zebralution, einem Berliner Vertrieb für digitale Medieninhalte wie Musik, Videos, Hörbücher, Hörspiele und E-Books. Das gab die Musikautorengesellschaft am 4. Dezember 2019 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Unsere Mitglieder können wir mit Zebralution künftig auch beim digitalen Vertrieb ihrer Musikwerke unterstützen. Dadurch steigern wir signifikant die Relevanz der Gema im digitalen Musikmarkt" , erklärte Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der Gema.
So sollen die jährlichen Erträge von mehr als einer Milliarde Euro – bei Kosten von 150 Millionen Euro – für rund 74.000 Mitglieder und weltweit mehr als zwei Millionen Rechteinhaber gesichert werden, berichtet das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) . "Vorher waren wir ausschließlich Lieferant von Rechten, jetzt haben wir einen Schritt in die Wertschöpfungskette gemacht" , sagte Heker dem Handelsblatt.
Mit Zebralution habe man einen Partner, um die Digitalkompetenz der Gema weiter auszubauen und neue Erlösquellen für die Mitglieder zu erschließen. "Über die Gema und Zebralution können Musikschaffende zukünftig ihre Musik bei zahlreichen digitalen Musikanbietern veröffentlichen" , erklärte Heker. Kunden von Zebralution sind Spotify, Apples iTunes, Amazon, Napster oder Googles Youtube.
Dies sei ein "Brückenschlag für Musikschaffende und Interpreten, verbunden mit dem gemeinsamen Ziel einer fairen Vergütung der Kreativen" , sagte Kurt Thielen, Gründer und Geschäftsführer von Zebralution.
Zebralution wird als eigenständiges Unternehmen unter dem Dach der Gema agieren. Kurt Thielen und Sascha Lazimbat werden ihre Arbeit als Geschäftsführer von Zebralution fortsetzen. Angaben zum Kaufpreis der Mehrheitsanteile wurden nicht gemacht.
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