Abo
  • Services:

Musikindustrie: Größte Bittorrent-Tracker abgeschaltet

Die deutsche Musikindustrie hat beim Landgericht Hamburg die Abschaltung der Server der größten Bittorrent-Tracker durchgesetzt. "Unser neuer, etwas erweiterter Fokus bezieht nun auch weitere Beteiligte des BitTorrent-Netzwerks ein", sagte der Chef des Bundesverbandes Musikindustrie.

Artikel veröffentlicht am ,
Musik hören aus dem Kopfhörer
Musik hören aus dem Kopfhörer (Bild: Carnie Lewis/CC BY 2.0)

Die Musikindustrie hat durchgesetzt, dass ein deutscher Provider die Hostingserver der größten Bittorrent-Tracker abgeschaltet hat. Das gab der Bundesverband Musikindustrie am 28. April 2015 bekannt. Betroffen sind OpenBitTorrent, PublicBitTorrent und Istole.it.

Stellenmarkt
  1. Immobilien Scout GmbH, Berlin
  2. Bosch Gruppe, Stuttgart

"Alle drei Tracker waren dort gehostet und sind derzeit nicht mehr verfügbar", sagte Musikindustrie-Sprecherin Sigrid Herrenbrück Golem.de auf Anfrage. Die nicht kommerziellen Dienste hosten selbst keine Inhalte oder Links auf Torrent-Dateien.

Kanzlei Rasch führte den Prozess

"Bislang standen beim Thema urheberrechtswidrige Musiknutzung vor allem die Betreiber von BitTorrent-Suchseiten im Vordergrund, ein prominentes Beispiel für solche Seiten ist ThePirateBay. Unser neuer, etwas erweiterter Fokus bezieht nun auch weitere Beteiligte des BitTorrent-Netzwerks ein, namentlich die Betreiber der BitTorrent-Tracker", sagte der Chef des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), Florian Drücke. Illegal kopierte Inhalte sollen so erheblich schwerer zu finden sein.

In dem von der Hamburger Kanzlei Rasch Rechtsanwälte geführten Verfahren hatten Musikfirmen in einem ersten Schritt die Betreiber der Tracker aufgefordert, ihre Beteiligung an der "Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte" zu beenden. Als diese nicht reagierten, setzten sie den Hostprovider unter Druck. Dieser musste seinen Kunden, den angeblichen Betreibern der Tracker-Software, eine Frist zur Sperrung der Torrents setzen. Als auch diese Frist ergebnislos ablief, schaltete der Hostprovider die Server seiner Kunden ab. Im Rahmen eines Gerichtsverfahrens hat das Landgericht Hamburg (Aktenzeichen 310 O 11/15) den Provider zudem gezwungen, Auskunft über seine Kunden zu erteilen. Diesem drohten nun zivilrechtliche Ansprüche der Rechteinhaber und ein Strafverfahren, erklärte die Musikindustrie.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten

hansjoerg 13. Mai 2015

Das war kein großer Sieg für die Musikindustrie. Nun werden sie ukrainische, russische...

plutoniumsulfat 30. Apr 2015

Seit wann wird hier geklaut?

Nethlem 29. Apr 2015

Dann muss geltendes Recht halt geändert werden, in anderen Fällen geht das ja auch...

nudel 29. Apr 2015

Ahh BVMI ist die Primärquelle... Ich hab den ersten Link gesehen und mich gewundert...

plutoniumsulfat 29. Apr 2015

Oder das Spiel, was mal für kleinen Betrag zum Kauf, aber gleichzeitig auf einschlägigen...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy Watch - Hands on

Samsung hat seine neue Smartwatch Galaxy Watch vorgestellt. Wir haben uns die Uhr vor der Präsentation angeschaut.

Samsung Galaxy Watch - Hands on Video aufrufen
Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nur noch Wochenende Taz stellt ihre Printausgabe wohl bis 2022 ein
  2. Cybercrime Bayern rüstet auf im Kampf gegen Anonymität im Netz
  3. Satelliteninternet Fraunhofer erreicht hohe Datenrate mit Beam Hopping

    •  /