Musikerkennungsdienst: EU macht Apple Probleme beim Kauf von Shazam

Der Kauf von Shazam durch Apple soll schlecht für den Wettbewerb in Europa sein. Die Europäische Kommission sieht sich dies nun genauer an.

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Shazam auf dem Smartphone
Shazam auf dem Smartphone (Bild: Shazam)

Die EU-Wettbewerbsbehörde will wegen erheblicher Bedenken die Übernahme der Musikerkennungs-App Shazam durch den US-Konzern Apple prüfen. Das gab die Europäische Kommission bekannt. Apple wird nun aufgefordert, das Vorhaben zur Genehmigung anzumelden. Es könne erhebliche nachteilige Auswirkungen auf den Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum haben.

Der Antrag kam von Frankreich, Island, Italien, Norwegen, Österreich, Schweden und Spanien. Die geplante Übernahme von Shazam durch Apple liegt unter den in der EU-Fusionskontrollverordnung festgelegten Umsatz-Schwellenwerten, ab denen Unternehmenszusammenschlüsse angemeldet werden müssen. Daher hat Apple den Kauf zur aufsichtsrechtlichen Genehmigung in Österreich angemeldet, wo es den nationalen Schwellenwert für die Meldung von Zusammenschlüssen erreicht.

Der Kauf war bedeutend

Apple hatte die Übernahme am 11. Dezember bestätigt, der Preis wurde nicht genannt. Medienberichten zufolge lag er bei 400 Millionen US-Dollar. Shazam ermöglicht es, praktisch jeden Song, jede Fernsehserie und in den USA auch fast jeden Film oder jede Werbung in Sekundenschnelle zu identifizieren, indem der Anwender sein Smartphone oder Tablet ein paar Sekunden Ton aufnehmen lässt. Im September 2016 teilte Shazam letztmalig mit, dass seine mobilen Apps seit dem Start mehr als eine Milliarde Mal heruntergeladen worden seien.

Shazam verfügt über Apps für Android und iOS, die Apple Watch und MacOS und ist in Siri ab iOS 8 integriert. Auch in Apple Music ist Shazam enthalten, so dass die Abonnenten einen Song identifizieren und ihn direkt in Apples Streamingdienst abspielen können.

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