Musikerkennungsdienst: Apple erwirbt Shazam

Apple hat die Übernahme von Shazam bestätigt, nachdem am Wochenende Gerüchte von einem Kauf laut geworden waren.
"Wir sind begeistert, dass Shazam und sein talentiertes Team zu Apple stoßen werden. Seit dem Start des App Stores zählt Shazam immer wieder zu den beliebtesten Apps für iOS. Heute wird es von hunderten von Millionen Menschen auf der ganzen Welt und auf verschiedenen Plattformen genutzt. Wir haben spannende Pläne auf Lager und freuen uns darauf, mit Shazam zusammenzuarbeiten, sobald die heutige Vereinbarung genehmigt ist," erklärte Apple mit Blick auf die Kartellbehörden, die die Übernahme erst genehmigen müssen.
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Shazam ermöglicht es, praktisch jeden Song, jede Fernsehserie und in den USA auch fast jeden Film oder jede Werbung in Sekundenschnelle zu identifizieren, indem der Anwender sein Smartphone oder Tablet ein paar Sekunden Ton aufnehmen lässt.
Shazam verfügt über eigenständige Apps für Android und iOS, die Apple Watch und MacOS und ist in Siri ab iOS 8 integriert.
Auch in Apple Music ist Shazam enthalten, so dass die Abonnenten einen Song identifizieren und ihn direkt in Apples Streamingdienst abspielen können. Innerhalb des Apple-Universums ist eine iMessage-Applikation zur Identifizierung und Freigabe von Musiktiteln in der Chatfunktion des Betriebssystems vorhanden. Auch in Snapchat kann Shazam genutzt werden.
Im September 2016 teilte Shazam letztmalig mit, dass seine mobilen Apps seit dem Start mehr als eine Milliarde Mal heruntergeladen worden seien.
Was Apple genau mit Shazam vorhat, und was die Übernahme für die anderen Plattformen bedeutet, ist bisher nicht bekannt. Die finanziellen Details der Übernahme wurden ebenfalls nicht mitgeteilt. Nach Informationen der Financial Times(öffnet im neuen Fenster) soll der Preis bei 400 Millionen US-Dollar gelegen haben.
Ob sich Shazam für den deutschen Markt von Apple lohnt, ist zweifelhaft. In Deutschland verwenden laut ARD/ZDF-Onlinestudie(öffnet im neuen Fenster) nur drei Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren wöchentlich Musikerkennungsdienste.



