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Musik-, Videostreaming und mehr: Deutsche geben mehr Geld für digitale Abos aus

Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben für Digitalabos steigen. Immer mehr Menschen akzeptieren Werbung in kostenpflichtigen Abos.
/ Ingo Pakalski und dpa
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Die durchschnittlichen Ausgaben für Digitalabos wachsen. (Bild: Unsplash)
Die durchschnittlichen Ausgaben für Digitalabos wachsen. Bild: Unsplash

Deutsche Haushalte geben immer mehr Geld für digitale Abonnements aus. Zugleich wächst der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit und Zahlungsbereitschaft der Kundschaft. Das geht aus einer aktuellen Studie der Management- und Technologieberatung Bearing Point(öffnet im neuen Fenster) in Frankfurt am Main hervor.

Die durchschnittlichen Ausgaben pro Haushalt stiegen binnen eines Jahres von 55 auf 62 Euro im Monat. Fast jeder fünfte deutsche Haushalt zahlt inzwischen sogar mehr als 100 Euro für digitale Abonnements. Während die Ausgaben hierzulande steigen, sanken sie in Frankreich zuletzt auf durchschnittlich 41 Euro im Monat.

Für die repräsentative Studie wurden im Februar 2026 insgesamt rund 7.500 Menschen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt, darunter rund 2.500 in deutschen Haushalten mit mindestens einem kostenpflichtigen Digitalabo. Erhoben wurden unter anderem Nutzung und Zahlungsbereitschaft.

KI-Akzeptanz auf Hochtouren

Laut der Studie wären 71 Prozent der Befragten bereit, personenbezogene Daten für KI-Anwendungen freizugeben, wenn dadurch digitale Bezahlangebote verbessert würden. Damit liegen die Deutschen vor den Briten mit 69 Prozent und den Franzosen mit 52 Prozent. Transparenz über die Datennutzung erhöhe die Akzeptanz zusätzlich.

Influencer und andere Content-Creator machen klassischen Streamingdiensten zunehmend Konkurrenz. 28 Prozent der Deutschen zahlen inzwischen für entsprechende Inhalte. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Mehr als jeder Vierte gab an, deshalb weniger Zeit für andere kostenpflichtige Angebote aufzuwenden.

Akzeptanz für Werbung in kostenpflichtigen Streamingabos wächst

Während Streaming- und Gamingangebote wachsen, verliert die digitale Presse an Boden. Nur noch 14 Prozent der Haushalte verfügen über ein kostenpflichtiges Online-Nachrichtenabo. Hauptgründe für Kündigungen sind laut Studie steigende Preise und mangelnde Qualität.

Der Trend geht laut Studie zudem weg vom einzelnen Dienst und hin zu gebündelten Angeboten. 29 Prozent der Befragten nutzen bereits Pakete mit mehreren Abonnements. Entscheidend für den Erfolg sei zunehmend die Möglichkeit, verschiedene Dienste in einem gemeinsamen Ökosystem zu bündeln.

Viele Nutzer scheinen sich mit Werbeunterbrechungen arrangiert zu haben, denn Werbung wird seltener als Kündigungsgrund genannt als im Vorjahr. Zugleich wäre etwa die Hälfte der Befragten für günstigere Tarife bereit, Werbeeinblendungen zu akzeptieren. Gleichzeitig bleibt das Teilen von Passwörtern trotz neuer Beschränkungen verbreitet.


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