Musik-Streaming: Spotify hat 20 Millionen zahlende Nutzer
Spotify hat nach eigenen Angaben 20 Millionen zahlende Abonnenten. Kurz vor dem Start des Konkurrenten Apple Music hat sich das Unternehmen außerdem neues Geld besorgt.
Spotify hat nach eigenen Angaben 75 Millionen Nutzer. 20 Millionen Nutzer zahlten für den Musikdienst, teilte Spotify in einem Blogeintrag mit. Binnen eines Jahres seien zehn Millionen Abo-Kunden hinzugekommen. Trotz guter Zahlen hat sich das Unternehmen mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar von Investoren besorgt.
Teil der Geldspritze ist eine Investition von 115 Millionen Dollar vom Telekommunikationskonzern Telia Sonera. Der führende Mobilfunk-Betreiber in Schweden und Finnland bekam dafür einen Anteil von 1,4 Prozent. Spotify wurde mit gut 8,2 Milliarden US-Dollar bewertet.
Telekommunikationsunternehmen sind interessante Partner für Streaming-Dienste, weil sie deren Datenverkehr von den Volumen-Obergrenzen in Tarifen ausnehmen können. Unter den weiteren Geldgebern seien amerikanische, britische und kanadische Finanzinvestoren, berichtet das Wall Street Journal.
Apple Music streamt nicht kostenlos
Apple hat vor wenigen Tagen einen konkurrierenden Dienst vorgestellt, der am 30. Juni starten soll. Das Unternehmen verzichtet auf eine kostenlose Version, wie sie Spotify anbietet.
Spotify baute zuletzt das Angebot über Musik hinaus mit Videoinhalten von Fernsehsendern und anderen Medien aus. Außerdem will der Dienst mit intelligenten Services punkten: So kann die Spotify-App beim Joggen die Auswahl der Musikstücke an das Lauftempo anpassen. Außerdem sollen Vorschläge für die Nutzer stärker auf deren Musikgeschmack zugeschnitten werden.
Vor dem Hintergrund einer Diskussion um werbefinanzierte Dienste in der Musikbranche betonte Spotify seinen Beitrag zum Geschäft. Seit dem Start 2008 seien drei Milliarden US-Dollar an die Plattenfirmen überwiesen worden, davon allein 300 Millionen US-Dollar in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Im Januar hatte Spotify insgesamt 60 Millionen Nutzer und 15 Millionen Abo-Kunden gemeldet.
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