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Musik-Streaming: Kim Dotcoms ehemaliger Dienst Baboom ist gestartet

Neben Spotify, Apple Music und Tidal gibt es jetzt einen weiteren Musikstreaminganbieter auf dem Markt: Baboom. Gegründet wurde der Dienst von Internetunternehmer Kim Dotcom. Dieser verließ das Projekt im vergangenen Jahr jedoch.
/ Steve Haak
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Hat Baboom gegründet: Kim Dotcom (Bild: Kim Dotcom)
Hat Baboom gegründet: Kim Dotcom Bild: Kim Dotcom

Kostenlos streamen mit Werbung oder bezahltes Abo: Auf den ersten Blick unterscheidet den Musikstreamingdienst Baboom(öffnet im neuen Fenster) nichts von Konkurrenten wie Spotify und Tidal. Die Plattform wurde vom ehemaligen Megaupload-Gründer Kim Dotcom bereits 2011 erwähnt(öffnet im neuen Fenster). Dotcom stieg im vergangenen Jahr aus, das Projekt wurde weitergeführt, jetzt ist der Dienst gestartet.

Baboom – Präsentationsvideo des Herstellers
Baboom – Präsentationsvideo des Herstellers (02:55)

Die Unterschiede zu anderen Plattformen? Baboom beteiligt die Künstler nach eigenen Angaben mit 90 Prozent an den Einnahmen(öffnet im neuen Fenster). Zum Vergleich: Bei Spotify sind es laut einer Studie rund 7 Prozent(öffnet im neuen Fenster). Künstler werden nach Abrufen ihrer Songs bezahlt.

Baboom nennt sein Honorarmodell Fair Trade Streaming. Egal wie oft ein Song abgespielt wird, die Künstler sollen zu gleichen Teilen an den Einnahmen beteiligt werden. Mit einem Analysewerkzeug erhalten die Künstler volle Kontrolle über ihre Einnahmen.

Preise selbst festlegen

Baboom bietet seinen Nutzern zwei Modelle an. Der kostenlose Zugang enthält Werbeunterbrechungen. Die Nutzer haben die Möglichkeit, bis zu 100 Songs in eine Liste zu sortieren. Außerdem können Lieder gekauft werden. Einzelne Songs kosten zwischen 0,74 und 1,11 US-Dollar. Das sind Mindestpreise. Nutzer können auch einen selbstfestgelegten höheren Beitrag zahlen. Die Lieder dürfen nach dem Kauf auf die eigenen Geräte heruntergeladen werden.

Für 10 US-Dollar pro Monat erhalten Nutzer einen werbefreien Account und dürfen unbegrenzt Musik herunterladen. Außerdem erhalten die Nutzer Zugang zu "exklusiven Inhalten".

Wie viele Lieder Baboom in seiner Bibliothek hat, ist nicht bekannt. Große Künstler sind nicht dabei. Der Musikkatalog besteht aus Liedern von eher unbekannten Indie-Labeln und Künstlern.

Megabox heißt Baboom

Baboom war 2011 unter dem Titel Megabox entwickelt worden und wurde später umbenannt. Im September 2012 verriet Dotcom Details zu Baboom. Im vergangenen Jahr stieg der Internetunternehmer aus dem Projekt aus(öffnet im neuen Fenster).


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