Tidal streamt verlustfrei
Mit einem Großaufgebot an Stars startete im März 2015 der Streamingdienst Tidal. Für das Projekt des Rappers Jay Z wurden Künstler wie Madonna, Kanye West und Rihanna gewonnen. 25 Millionen Songs zählt die Bibliothek bei Tidal. Dazu kommen rund 75.000 Musikvideos. 800.000 Abonnenten hat der Dienst, heißt es laut Medienberichten.
"Tidal ist die Zukunft der Musik", hieß es zur Präsentation in New York. Jetzt, ein paar Monate später, sieht das etwas anders aus. Weil Tidal mit seinem Premiumdienst für 20 Euro pro Monat deutlich teurer als Konkurrenten wie Spotify und Deezr ist und keine werbefinanzierte Gratisversion anbietet, gab es anfangs viel Kritik im Netz. Tidal bietet allerdings auch ein Basismodell für 10 Euro monatlich an.
Der nächste Chef geht
Nach dem Start von Tidal gibt es offenbar auch interne Probleme. Der im April als CEO eingesetzte Peter Tonstad hat das Unternehmen nur drei Monate später verlassen. Sein Vorgänger Andy Chen hatte nur wenige Wochen nach dem Marktstart den Posten aufgegeben.
Tidal streamt mit 1.411 KBit/s
Für das Basisangebot für 10 Euro monatlich erhält der Nutzer bei Tidal eine Streaming-Bitrate von bis zu 320 KBit/s im AAC-Format. Nur Abonnenten der Premiumversion dürfen im Free Lossless Audio Format mit 1.411 KBit/s streamen. Beide Modelle können 30 Tage lang kostenlos ausprobiert werden.
Tidal ist als App für Android und iOS erhältlich und funktioniert im Browser. Außerdem gibt es eine App für Windows-PCs und Mac als Beta.
Google Play Music
Beim Musik-Streaming-Angebot von Google können wie bei Spotify einzelne Songs ausgewählt werden. Die Bibliothek enthält laut Google 30 Millionen Titel. In den USA hat Google ein werbefinanziertes Radio im Angebot. Nutzer können über vorgefertigte Listen Radio hören. Aber auch Nutzer hierzulande können den Dienst mit einer VPN-Verbindung testen oder sich mit Browser-Erweiterungen wie Zenmate registrieren, wie Blogger Caschy berichtet.
Die Streamingqualität kann je nach Geschwindigkeit der eigenen Netzwerkverbindung eingestellt werden. Google will 10 Euro monatlich für die Nutzung des Dienstes haben. Wie bei anderen Angeboten kann der Nutzer Musik auf mobile Geräte herunterladen und ohne Netzwerkverbindung hören.
Google bietet eine kostenlose Testphase seines Angebots für 30 Tage an. Google Play Music ist als App für Android und iOS verfügbar sowie im Browser.
Fazit: Wer die Wahl hat, bleibt bei seinem bisherigen Anbieter
Apple Music ist ein weiterer Musik-Streaming-Anbieter auf dem Markt - nicht mehr und nicht weniger. Denn was Apple Music kann, können andere Dienste auch. Zugegeben: Beats One ist ein Alleinstellungsmerkmal. Aber wer auf das Live-DJ-Radio verzichten und Einschränkungen wie einen fehlenden Offlinemodus beim Gratis-Modell in Kauf nehmen kann, der wird zum Beispiel auch mit Spotify glücklich.
Für 10 Euro pro Monat haben Angebote wie das von Deezer und Rdio einen ähnlichen Umfang wie Apple Music. Wer bei einem der beiden Dienste ein Abo abgeschlossen hat, muss nicht zu Apple Music wechseln.
Gespannt dürfen Musikliebhaber auf das kostengünstige Abo von Rdio sein. Mit 4 Euro und täglich 25 Offlinetiteln dürfte Rdio-Select Bewegung in den Musik-Streaming-Markt bringen.
Wer eine große Auswahl an Musikvideos bevorzugt, sollte sich Tidal anschauen. Die Plattform hat uns übrigens optisch mit ihren dunklen Farbtönen und den hochaufgelösten Bildern am meisten angesprochen. Aber das ist Geschmackssache.
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| Deezer hat keine Angst vor Apple |










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