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Munich Re: Digitaler Blackout und Pandemie nur mit Staat versicherbar

Der Rückversicherer Munich Re vergleicht große Hackerangriffe mit einer Pandemie. Diese könnten die Versicherungen nicht ohne Hilfe stemmen.
/ Moritz Tremmel , dpa
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Computer says no. (Bild: Michael Geiger/Pixabay)
Computer says no. Bild: Michael Geiger/Pixabay

Die Schäden eines "digitalen Blackouts" nach einem großen internationalen Cyberangriff wären nach Einschätzung der Rückversicherungsgesellschaft Munich Re nur mit Staatshilfe zu bewältigen. Vorstandschef Joachim Wenning forderte am Mittwoch auf der digitalen Hauptversammlung des Unternehmens öffentlich-private Partnerschaften von Staat und Versicherungen, um die finanziellen Folgeschäden sowohl von Pandemien als auch von Cyberkriminalität in den Griff bekommen zu können. Die Versicherungen allein wären nach Wennings Argumentation mit beidem finanziell überfordert.

"Eine Pandemie ist in ihrer Gesamtheit nicht versicherbar" , sagte Wenning zu den wirtschaftlichen Schäden der Corona-Krise, die allein das Münchner Unternehmen 2020 knapp 3,5 Milliarden Euro kostete.

Ein globaler Angriff mit Schadsoftware wäre nach Wennings Einschätzung ebenfalls sehr teuer: "Ein gezielt eingeschleustes Virus kann binnen kürzester Zeit Computersysteme weltweit befallen und bedrohlichen wirtschaftlichen Schaden anrichten," sagte der Munich Re-Vorstandschef. "Ein solches digitales Blackout-Szenario wäre privatwirtschaftlich genauso wenig versicherbar wie eine Pandemie."

Gewinn und Dividende trotz Corona-Pandemie

Die Munich Re und andere Versicherer hatten im vergangenen Jahr vorgeschlagen, dass sich Staat und Unternehmen Pandemierisiken künftig teilen. Die Versicherer könnten demnach einen Mindestschutz gegen Pandemierisiken bis zu einer bestimmten Summe leisten. Wenn das nicht ausreicht, solle nach Meinung der Versicherungsfirmen der Staat eingreifen.

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In diesem Jahr wird Corona die Munich Re nach Prognose des Vorstands noch einmal 600 Millionen Euro kosten. Wenning bekräftigte jedoch das Ziel, Gewinn und Dividende je Aktie bis zum Jahr 2025 durchschnittlich um mindestens 5 Prozent pro Jahr zu steigern.


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