Multivendor: Telefónica O2 baut 5G-Kernnetz mit Ericsson

Telefónica lässt Ericsson in den 5G-Core. Huawei und Nokia übernehmen das RAN (Radio Access Network).

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Telefónica Deutschland O2 Netzzentrale im Jahr 2015
Telefónica Deutschland O2 Netzzentrale im Jahr 2015 (Bild: Telefónica Germany)

Telefónica Deutschland baut sein 5G-Kernnetz mit dem schwedischen Telekommunikationsausrüster Ericsson. Das gab das Unternehmen am 2. Juni 2020 bekannt. Markus Haas, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland, sagte im Podcast des früheren Handelsblatt-Chefredakteurs Gabor Steingart, das Kernnetz sei nach einer Ausschreibung komplett an Ericsson gegangen. Bei den Antennenstandorten gingen 50 Prozent an Huawei und 50 Prozent an Nokia. "Ericsson hat uns technologisch, bei der Sicherheit und beim Preis überzeugt", sagte Haas.

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Zudem sei das Ziel, bei LTE auf deutlich mehr als 30.000 Antennenstandorte zu kommen. "Wir haben heute 26.000. Der Ausbau erfolgt aber nach Bedarf", erklärte Haas. Man habe noch viele weiße Flecken zu schließen.

5G ist ein neuer Core. Im bestehenden Kernnetz setzt Telefónica auf Huawei sowie in Teilen auf weitere Ausrüster wie ADVA Optical Networking oder Ciena.

5G: Core und RAN werden entkoppelt

Laut Brancheninformationen scheinen alle drei Netzbetreiber in Deutschland Core und RAN (Antennenstandort) auf Ausrüsterebene (Vendor) entkoppeln. Kein Zulieferer, der im RAN zum Einsatz kommt, ist zugleich Ausrüster im Core. Das ist auch insofern interessant, weil behauptet wurde, Core und RAN seien bei 5G überhaupt nicht zu trennen und würden verschmelzen.

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Telefónica Deutschland hatte im November 2019 in einem Positionspapier an Bundestagsabgeordnete seinen Standpunkt zu chinesischen Spionagevorwürfen aus den USA gegen Huawei sehr deutlich gemacht. "Die einzigen bekannten Sicherheitsvorfalle in Mobilfunknetzen, in die Staaten involviert waren, gehen auf die USA zurück." In dem Papier heißt es: "Seit 2013 wissen wir, dass die NSA Datenströme, die nachgelagert hinter den Internetzugangsnetzen der Netzbetreiber im deutschen Internet Backbone DE-CIX zusammenlaufen, teilweise vom BND erhalten hat. Zudem hat die NSA Daten, welche durch Überseekabel in die USA geroutet wurden, abgefangen, hieran war kein chinesischer Geheimdienst beteiligt."

Die gegenwärtige Diskussion werde ohne jegliche Kenntnis tatsächlicher Sicherheitsrisiken geführt, betonte der international operierende Telekommunikationsbetreiber: Den Netzbetreibern und offensichtlich auch dem Bund seien keine Risiken bekannt, die spezifisch von der Hardware bestimmter Hersteller ausgehen.

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