Multivendor: BSI will Sicherheitsmonitoring durch die 5G-Netzbetreiber

Das BSI geht von einem hohen Sicherheitsniveau bei 5G aus, ohne Anbieter auszuschließen.

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Der BSI-Chef Arne Schönbohm
Der BSI-Chef Arne Schönbohm (Bild: BSI)

Der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, will das Sicherheitsmonitoring der Mobilfunknetze sowie der Technik durch die Netzbetreiber verstärken. Im Interview mit Welt am Sonntag sagte er, dass Deutschland ein "hohes Sicherheitsniveau bei 5G" erreichen werde.

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Die Zertifizierung umfasse die Geräte, ihre Software, aber auch die Lieferketten. Das BSI setze zudem auf eine Mehrlieferantenstruktur (multi Vendor), "um nicht von einem Anbieter abhängig zu sein". Außerdem lege seine Behörde Wert auf eine Ende-zu-Ende-Sicherheit, sagte Schönbohm. Der Sicherheitsexperte und Kryptograph Bruce Schneier sieht dagegen weiter zentrale Sicherheitsprobleme bei 5G, unabhängig davon, von wem die Hardware stamme.

Der neue Sicherheitskatalog sei zusammen mit der Bundesnetzagentur und dem Bundesdatenschutzbeauftragte erarbeitet worden.

Zu den Maßnahmen gehört laut dem BSI-Präsidenten auch "eine Bewertung, wie vertrauenswürdig die Hersteller und Zulieferer sind". Einen Ausschluss von Anbietern nach ihrem Herkunftsland hat Schönbohm bisher abgelehnt. Für eine Analyse der Manipulationsfähigkeit eines Bauteils sei es "vollkommen egal, ob das Bauteil aus China, aus Korea oder aus Schweden kommt", sagte er im August 2019.

5G: BSI gegen politisches Vertrauen statt Kontrolle

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Das BSI sei dafür da, Komponenten und Produkte auf ihre Manipulationsfähigkeit und ihr Sicherheitsniveau zu überprüfen, sagte Schönbohm. Allein politisches Vertrauen könne nicht die Grundlage für Investitionsentscheidungen sein.

Die USA werfen Huawei vor, die Iran-Sanktionen verletzt und US-amerikanisches geistiges Eigentum gestohlen zu haben sowie Hintertüren für den chinesischen Geheimdienst in der Netzwerkausrüstung bereitzuhalten, was Huawei energisch bestreitet. Belege für die vermeintliche Sicherheitsbedrohung wurden von den USA immer wieder angekündigt, aber nicht vorgelegt. Die Regierung von Donald Trump setzt ihre Verbündeten massiv unter Druck, Huawei vom 5G-Ausbau auszuschließen.

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