Multiroom-Lautsprecher: Google verklagt Sonos

Google holt zum Gegenschlag aus und wirft Sonos ebenfalls Patentverletzung vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Auf die Klage von Sonos reagiert Google mit einer Gegenklage.
Auf die Klage von Sonos reagiert Google mit einer Gegenklage. (Bild: Arnd Wiegmann/Reuters)

Der Patentstreit zwischen dem Lautsprecherhersteller Sonos und Google spitzt sich mit einer Gegenklage des Anbieters des Google Assistant zu. Google wirft Sonos ebenfalls die Verletzung von fünf Patenten vor. Anders als bei den fünf fraglichen Sonos-Patenten geht es aber nicht um Technik für Multiroom-Lautsprecher.

Stellenmarkt
  1. Linux und Security Administrator (m/w/d)
    NOVENTI Health SE, verschiedene Standorte (Home-Office)
  2. Fachinformatiker Systemintegration/IT-Systema- dministrator (m/w/d)
    Verbandsgemeinde Jockgrim, Jockgrim
Detailsuche

Google benennt in der an einem kalifornischen Gericht eingereichten Klage verschiedene Patente, die von Sonos ohne Genehmigung genutzt worden seien. In den fünf Patenten geht es unter anderem um Mesh-Netzwerke, digitales Rechtemanagement, personalisierte Suche nach Musiktiteln und Geräuschreduzierung bei Sprachaufzeichnungen. Die Klage wird mit folgenden Worten begründet: "Obwohl Google selten andere Unternehmen wegen Patentverletzung verklagt, muss es hier seine geistigen Eigentumsrechte geltend machen."

Sonos hatte Google Anfang Januar 2020 verklagt. Der Vorwurf: Google Cast nutze Sonos-Patente ohne Genehmigung. "Google hat bei der Entwicklung seiner Audioprodukte von uns patentierte Technologien jedoch wissentlich kopiert", begründete Sonos-Chef Patrick Spence die Klage. Darin geht es um fünf Patente, mit denen die Funktionsweise von Multiroom-Lautsprechern beschrieben wird. Wer Multiroom-Lautsprecher benutzt, kann Musik auf mehreren Lautsprechern im gleichen Netzwerk abspielen.

Google soll Sonos-Patente ohne Genehmigungen nutzen

Die Funktion gibt es in Sonos-Lautsprechern und seit der Markteinführung des Google Home in den meisten Google-Assistant-Lautsprechern, die dafür Googles Cast-Protokoll verwenden. Bei der Wiedergabe von Musik auf einem Multiroom-Lautsprecher-System ist es wichtig, dass die Musik synchron auf allen Geräten läuft, und die Anpassung der Lautstärke auf allen verbundenen Geräten geschieht.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Nach Aussage von Sonos wurde Google 2016 nach der Ankündigung des Google Home auf die Patentverletzung hingewiesen. Mit der Vorstellung der Lautsprecher Home Max und Home Mini habe Sonos die Warnungen wiederholt. Bis Februar 2019 soll Google gegen 100 Sonos-Patente verstoßen haben. Die eingereichten Klagen beziehen sich auf fünf Patente.

Reaktion von Sonos

"Anstatt sich einfach mit dem Sachverhalt unseres Falles zu befassen und unsere Forderungen zu akzeptieren, hat Google beschlossen, seine Größe und Marktbreite zu nutzen, um gegen uns vorzugehen. Wir sind zuversichtlich, unseren ursprünglichen Fall, wie auch diesen neu eingereichten Fall zu gewinnen", sagte Spence auf Nachfrage von Golem.de.

Spence bleibt dabei, dass Google Sonos-Patente ohne Erlaubnis genutzt habe, aber davon ablenken wolle, indem eine Taktik verwendet werde, die "einstigen Raubritterbaronen" gefallen hätte, schreibt das Unternehmen in einer The Verge vorliegenden Stellungnahme. Zudem wirft Sonos Google vor, in der Vergangenheit andere Techniken kleinerer US-Firmen kopiert zu haben. Dazu zählt der Sonos-CEO Eero sowie Zoom. "Wie wir in der Vergangenheit bei Eero und zuletzt bei Zoom gesehen haben, scheint sich Google nicht zu scheuen, die Innovationen kleinerer amerikanischer Unternehmen zu kopieren, um seine Such- und Werbemonopole in neue Kategorien auszuweiten."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Luftsicherheit
Wenn plötzlich das Foto einer Waffe auf dem iPhone erscheint

Ein Jugendlicher hat ein Foto einer Waffe per Apples Airdrop an mehrere Flugpassagiere gesendet. Das Flugzeug wurde daraufhin evakuiert.

Luftsicherheit: Wenn plötzlich das Foto einer Waffe auf dem iPhone erscheint
Artikel
  1. Black Widow: Scarlett Johansson verklagt Disney
    Black Widow
    Scarlett Johansson verklagt Disney

    Scarlett Johansson hat wegen des Veröffentlichungsmodells von Black Widow Klage eingereicht. Disney nennt das Verhalten "herzlos".

  2. VW ID.4 im Test: Schön brav
    VW ID.4 im Test
    Schön brav

    Eine Rakete ist der ID.4 nicht. Dafür bietet das neue E-Auto von VW viel Platz, hält Spur und Geschwindigkeit - und einmal geht es sogar sportlich in die Kurve.
    Ein Test von Werner Pluta

  3. Kryptowährung: Paar will Ethereum verklagen, weil es nicht an Coins kommt
    Kryptowährung
    Paar will Ethereum verklagen, weil es nicht an Coins kommt

    3.000 Ether kaufte ein Paar 2014. Doch den Schlüssel zum Wallet will es nie erhalten haben. Jetzt sammeln die beiden Geld, um Ethereum zu verklagen.

1e3ste4 12. Jun 2020

Hä?! Google wird sich sowieso inhaltlich verteidigen müssen. Sowas gehört aber nicht in...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Mega-Marken-Sparen bei MediaMarkt (u. a. Lenovo & Razer) • Tag der Freundschaft bei Saturn: 1 Produkt zahlen, 2 erhalten • Razer Deathadder V2 Pro Gaming-Maus 95€ • Alternate-Deals (u. a. Kingston 16GB Kit DDR4-3200MHz 81,90€) • Razer Kraken X Gaming-Headset 44€ [Werbung]
    •  /