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Multiplayer: Starship Troopers trifft Krabbencocktail

Genug von Fortnite ? Golem.de stellt neue Multiplayer-Spiele für PC vor - darunter eine erstaunlich gute Umsetzung von Starship Troopers.
/ Rainer Sigl
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Artwork von Starship Troopers Extermination (Bild: Offworld Industries)
Artwork von Starship Troopers Extermination Bild: Offworld Industries

Fast jeder kennt Fortnite, Destiny, Call of Duty Warzone und ein paar andere populäre Multiplayer-Spiele. In den vergangenen Wochen sind aber einige spannende Neuheiten erschienen, in denen wir gemeinsam oder gegeneinander kämpfen.

Genauer gesagt: im Early Access erschienen. Besonders beim Multiplayer wiegt die Unfertigkeit nämlich oft schwer - wenn primär Content fehlt, der einfach später nachgeliefert wird.

Immerhin haben erfolgreiche Genrevertreter wie Deep Rock Galactic und Valheim auf diese Art begonnen. Viel Spaß mit unserer Auswahl!

Starship Troopers Extermination: Kampf gegen Bugs

Paul Verhoevens Science-Fiction-Satire Starship Troopers ist inzwischen ein Vierteljahrhundert alt. Eigentlich ein Wunder, dass bislang kein Spiel den Kampf von Mensch gegen Alienkäfer erfolgreich umgesetzt hat.

Bis jetzt: In Starship Troopers Extermination(öffnet im neuen Fenster) dürfen wir im Szenario des Kultfilms gegen riesige Armeen tödlicher "Bugs" antreten - gemeinsam mit bis zu 15 anderen Troopern.

Zusammenarbeit ist Pflicht, denn der Insektenfeind ist zahlenmäßig haushoch überlegen und stürzt sich kamikazeartig ins Mündungsfeuer.

Wer als zerbrechliches Menschlein dennoch eine Chance haben will, muss erfinderisch sein. Zum Glück können die Soldaten auch in Windeseile Verteidigungsanlagen errichten und sich so verschanzen, bis Rettung naht oder die Missionsziele erreicht sind.

Weil Extermination noch im Early Access ist, gibt es erst zwei Spielmodi und noch nicht alle Waffen und Klassen. Trotzdem kann man den soliden Multiplayer-Shooter schon jetzt allen Fans des Films empfehlen.

Erhältlich für Windows-PC; rund 25 Euro (Early Access).

The Outlast Trials: kollektiver Horror

Die ersten beiden Teile der Outlast-Reihe waren Einzelspieler-Horror-Games, in denen man sich unbemerkt an gruseligen Figuren vorbeischleichen musste. The Outlast Trials(öffnet im neuen Fenster) versucht etwas ganz anderes: Statt eine lineare Geschichte zu erzählen, bietet es eine Abfolge von allein oder gemeinsam zu erledigenden Missionen.

Die Rahmenhandlung erzählt von sadistischen Experimenten, in denen wir um unser Überleben kämpfen müssen. Im zentralen Hub des Spiels können wir unser Aussehen und unsere Zelle individuell anpassen - und gegen andere Mitspieler armdrücken.

Beim Start der Missionen zeigt sich: Outlast ist immer noch Outlast. In gelungener, atmosphärischer Grafik schleicht man an Horrorgestalten vorbei und koordiniert sich bei komplexer werdenden Aufgabenstellungen mit bis zu drei weiteren Mitspielern.

Allerdings darf man sich auf deren Loyalität nur bedingt verlassen ... The Outlast Trials verbindet originelles Gameplay mit brachialem Splatter - als Early-Access-Titel ist es allerdings noch nicht vollständig fertiggestellt.

Erhältlich für Windows-PC; rund 29 Euro (Early Access).

Demonologist: Ghostbusters in der Gruppe

Gemeinsam mit okkulter Ausrüstung in verlassenen Häusern und finsteren Gemäuern auf Gespensterjagd: Das ist das Spielprinzip von Demonologist. Auch wenn die Idee geklaut ist, und zwar vom höchst erfolgreichen Kultspiel Phasmophobia, das seit 2020 als Twitch-Phänomen für Furore sorgt.

Demonologist variiert das grundlegende Gameplay nur ein bisschen und bietet vor allem eine grafisch und atmosphärisch stark aufgebesserte Hochglanzversion der Gespensterjagd.

Wer von Phasmophobia und seinen Dutzenden Klonen schon gelangweilt ist, findet in Demonologist kompetente Abwechslung, in der man maximal zu viert unheimliche Phänomene identifiziert und im besten Fall gleich ins Jenseits zurückschickt.

Besonders die ersten paar Einsätze, wenn die Jumpscares noch unbekannt sind, sorgen für Gänsehaut im Ghostbusters-Team.

Erhältlich für Windows-PC; rund 15 Euro (Early Access).

Sons of the Forest, Ravenwatch und Crab Champions

Sons of the Forest: Schnitzeljagd auf der Insel

Multiplayer-Freunde mit einem Faible für Survival-Sandbox-Spiele haben das schon im Februar in den Early Access gestartete Sons of the Forest(öffnet im neuen Fenster) vermutlich längst auf dem Radar.

Immerhin war das Spiel eine Zeitlang das mit den meisten Wunschlisteneinträgen auf der Downloadplattform Steam überhaupt - und hat sich 24 Stunden nach Release bereits zwei Millionen Mal verkauft. Nicht schlecht für ein Indiegame.

Der Nachfolger des erfolgreichen The Forest entführt uns auf eine unheimliche Insel, auf der wir nach einem verschollenen Milliardär suchen, jedenfalls wenn wir während des Abenteuers nicht ums virtuelle Leben kommen.

Sons of the Forest verbindet Survival- und Crafting-Gameplay geschickt mit Erforschung und einer linearen Geschichte. Horrorelemente machen das Action- und Aufbaugameplay zur Nervenprobe. Maximal vier Überlebende dürfen gemeinsam ins Abenteuer starten.

Auch Solo ist man nicht ganz allein, denn ein treuer NPC-Begleiter lässt sich zum Glück auch für einfache Sammelarbeiten einspannen.

Erhältlich für Windows-PC; rund 29 Euro (Early Access).

Ravenswatch: Multiplayer mit Märchenfiguren

In Ravenswatch(öffnet im neuen Fenster) schauen wir von oben auf eine düstere Fantasy-Welt, in der wir als eine von sieben unterschiedlichen Märchengestalten mit abwechslungsreichen Fähigkeiten gegen das Böse antreten.

Das Spiel der Macher von Curse of the Dead Gods hat dessen tollen Cartoon-Look, erinnert aber wegen seiner Spielfigurenauswahl eher an ein action-lastigeres Rollenspiel. Von "Multiplayer-Hades" bis zum "Westentaschen-Diablo" reichen die Assoziationen.

Fakt ist: Das stilvolle Actionspiel eignet sich perfekt für spannende Multiplayer-Runden zwischendurch, das Ausprobieren der Figuren macht Spaß und die Entwickler haben noch weitere Charaktere per Update versprochen.

Wer nach Abwechslung von der endlosen Lootspirale eines Diablo 4 sucht, liegt hier richtig. In Ravenswatch braucht es mehr als nur ein bisschen monotones Klicken, um die Monstermassen zu besiegen.

Erhältlich für Windows-PC; rund 20 Euro (Early Access).

Crab Champions: kämpfende Krabben

Zum Abschluss ein wenig leichtere Kost: In Crab Champions(öffnet im neuen Fenster) flitzen wir als eine bis an die Scheren bewaffnete Krabbe durch bunte Arenen und befetzen uns unkompliziert mit anderen Krustentieren, bis die Schale knackt.

Crab Champions ist trotz der absurden Spielfiguren aber kein Gag-Game, sondern ein überraschend kompetentes Third-Person-Actionspiel mit Pfiff. Hier machen wirklich Skill und Übung den Unterschied!

Natürlich sind die blitzschnellen Multiplayer-Partien der zentrale Spaßbringer, aber auch für die Runde allein bietet das Early-Access-Spiel etwas, und zwar unter anderem einen Rogue-like-Kampagnenmodus.

Darin sorgt eine zufallsgenerierte Abfolge von Upgrades und Gegnern für abwechslungsreiche Matches. Ein kleines, rasantes und sehr unterhaltsames Stück Mehrspielerunterhaltung.

Erhältlich für Windows-PC; rund 10 Euro (Early Access).


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