Abo
  • Services:
Anzeige
Oliver Franzke, Lead Programmer bei Double Fine
Oliver Franzke, Lead Programmer bei Double Fine (Bild: Oliver Franzke)

Multiplattform: Emotionen und Entwicklerwerkzeuge bei Broken Age

Charaktere mit Emotionen in einem Spiel für viele Plattformen: Über diese Herausforderung hat Golem.de mit Oliver Franzke, dem Lead Programmer des Indie-Entwicklers Double Fine, am Beispiel von Broken Age gesprochen.

Anzeige

Mitte Januar 2014 ist Broken Age erschienen - trotzdem steckt Oliver Franzke, der deutschstämmige Lead Programmer, mitten in der Arbeit an dem Adventure. Schließlich will er mit seinem Kollegen von Double Fine neben der Version für Windows-PC, Linux und Mac OS noch weitere Betriebssysteme wie iOS und Android unterstützen, und die zweite Hälfte des Spiels ist auch noch nicht fertig. Auf der GDC 2014 hält Franzke einen Vortrag zum Thema Scaling from Mobile to High-End PCs: The Tech of Broken Age.

Golem.de: Wäre Broken Age anders, wenn es nur für eine Plattform entwickelt worden wäre?

Oliver Franzke: Im Großen und Ganzen würde dieses Broken Age der aktuellen Version sehr ähnlich sehen. Die kompromisslose Umsetzung des Grafikstils war uns sehr wichtig und glücklicherweise hat das auch ganz gut funktioniert. Die angestrebten Zielplattformen hatten allerdings einen großen Einfluss auf die Wahl der Engine, denn bei der Spielentwicklung ist es wie beim Heimwerken: Mit dem richtigen Werkzeug kommt man einfach weiter.

Golem.de: Gab es bei Broken Age eine Lead-Plattform?

Franzke: Wir haben alle Versionen gleichzeitig entwickelt. Dadurch konnten wir schon von Anfang an sicherstellen, dass Broken Age überall super aussieht. Es war mir persönlich sehr wichtig, dass wir keine Plattform benachteiligen, denn nichts ist schlimmer als später festzustellen, dass die technische Umsetzung des Spiels auf bestimmten Geräten problematisch ist oder eventuell gar nicht funktioniert.

Golem.de: Wie war der Arbeitsablauf bei dem Spiel bei der technischen Umsetzung?

Franzke: Die Rätsel, Charaktere und Szenen in Broken Age werden von drei Gameplay-Programmierern entwickelt, die sehr eng mit Tim Schafer und den Künstlern zusammenarbeiten. Wir verwenden Lua für die Implementierung der Logik des Spiels. Im Gegensatz zu einer traditionellen Programmiersprache wie C++ hat Lua den Vorteil, dass der Quellcode nicht erst kompiliert werden muss, wodurch Änderungen des Ablaufs des Spiels sehr einfach möglich sind.

Zusätzlich zu meinen Managementaufgaben kümmere ich mich währenddessen um die Low-Level-Aspekte der technischen Umsetzung des Spiels. Ich bin zum Beispiel dafür verantwortlich, dass Broken Age auf den angestrebten Plattformen funktioniert, dass die Engine alle benötigten Features unterstützt und dass wir effiziente Werkzeuge zur Erstellung des Spiels zur Verfügung haben.

Golem.de: Was waren die größten technischen Herausforderungen?

Franzke: Das Animationssystem war eine große Herausforderung für uns, denn für die Umsetzung der Geschichte von Broken Age benötigen wir sehr ausdrucksstarke Charaktere. Für Tim Schafer ist es sehr wichtig, dass der Spieler den emotionalen Zustand der Figuren direkt sehen kann, da diese aber aus 2D-Elementen zusammengesetzt sind, konnten wir jedoch die üblichen Ansätze nicht verwenden.

Wir haben deswegen ein komplett neues System entwickelt, das die Vorteile von 2D- und 3D-Animationstechniken verbindet. Unsere Künstler können damit sehr effizient den Bewegungsablauf einzelner Charaktere animieren oder komplexe Sequenzen erstellen, in denen mehrere Figuren miteinander interagieren.

Golem.de: Woran müssen die Mobile- und PC-Herstellerfirmen aber noch arbeiten?

Franzke: Die Qualität der Entwicklertools hat einen großen Einfluss auf die Effizienz und Qualität einer Spieleproduktion. Im Kontext von Broken Age haben Windows, OS X und iOS da klar die Nase vorn, weil viele gute Werkzeuge zur Analyse und Behebung von Problemen bereits vorhanden sind. Zum Glück holen aber Linux und Android gerade auf, was die Entwicklung von Spielen in der Zukunft einfacher machen sollte.


eye home zur Startseite
Lebostein 18. Mär 2014

Die Performance (hier Mac OS X) ist wirklich grandios. Selbst auf einer 5 Jahre alten...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. DENIOS AG, Bad Oeynhausen
  2. Ingentis Softwareentwicklung GmbH, Nürnberg
  3. Deutsche Bundesbank, München
  4. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 449,94€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 199,99€ statt 479,99€ - Ersparnis rund 58%

Folgen Sie uns
       


  1. BiCS3 X4

    WDs Flash-Speicher fasst 96 GByte pro Chip

  2. ARM Trustzone

    Google bescheinigt Android Vertrauensprobleme

  3. Überbauen

    Telekom setzt Vectoring gegen Glasfaser der Kommunen ein

  4. Armatix

    Smart Gun lässt sich mit Magneten hacken

  5. SR5012 und SR6012

    Marantz stellt zwei neue vernetzte AV-Receiver vor

  6. Datenrate

    Vodafone weitet 500 MBit/s im Kabelnetz aus

  7. IT-Outsourcing

    Schweden kaufte Clouddienste ohne Sicherheitsprüfung

  8. Quantengatter

    Die Bauteile des Quantencomputers

  9. Microsoft gibt Entwarnung

    MS Paint bleibt

  10. BGH-Urteil

    Banken dürfen Geld für SMS-TANs verlangen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IETF Webpackage: Wie das Offline-Internet auf SD-Karte kommen könnte
IETF Webpackage
Wie das Offline-Internet auf SD-Karte kommen könnte
  1. IETF Netzwerker wollen Quic-Pakete tracken
  2. IETF DNS wird sicher, aber erst später
  3. IETF Wie TLS abgehört werden könnte

Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test: 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test
240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel
  3. Gaming-Bildschirme Freesync-Displays von Iiyama und Viewsonic

Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
Moto Z2 Play im Test
Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
  1. Modulares Smartphone Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro
  2. Lenovo Hochleistungs-Akku-Mod für Moto Z
  3. Moto Z Schiebetastatur-Mod hat Finanzierungsziel erreicht

  1. Re: Warum nicht auch die ISS ganz oder teilweise...

    Bujin | 16:31

  2. Liebe Regierung...

    march | 16:31

  3. Re: Ich benutze zwar kein Android

    Trollversteher | 16:31

  4. Re: Offizielle Ladepunkte meist unbrauchbar

    PiranhA | 16:30

  5. Re: Nur für Neukunden

    Moritur | 16:29


  1. 15:46

  2. 15:02

  3. 14:09

  4. 13:37

  5. 13:26

  6. 12:26

  7. 12:12

  8. 12:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel