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Multimediabibliothek: FFmpeg dank Debian wieder in Ubuntu

Ubuntu stellt für seine Entwicklungsversion von Vivid Vervet nun auch wieder FFmpeg zusätzlich zu dem Fork Libav bereit. Möglich macht das die Arbeit von Debian , die Entscheidung für eines der beiden Projekt steht noch aus.
/ Sebastian Grüner
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FFmpeg steht in den Paketarchiven von Ubuntu 15.04 bereit. (Bild: FFmpeg.org)
FFmpeg steht in den Paketarchiven von Ubuntu 15.04 bereit. Bild: FFmpeg.org

Die Multimediabibliotheken von FFmpeg stehen nun wieder in den Paketarchiven(öffnet im neuen Fenster) von Ubuntu für die kommende Version Vivid Vervet bereit, deren Veröffentlichung für April 2015 geplant ist. Ermöglicht wird dies durch die Übernahme der Dateien aus Debian Sid, dem instabilen Zweig dieser Distribution. Bisher verwendeten beide Linux-Distributionen die FFmpeg-Abspaltung Libav.

Entstanden ist dieser Fork Anfang des Jahres 2011 wegen unüberbrückbarer Differenzen zwischen zwei Gruppen der Entwicklergemeinde. Die Initiatoren des von ihnen selbst als Putsch bezeichneten Vorgangs gerieten in einen offenen Streit mit dem Hauptentwickler von FFmpeg Michael Niedermayer. Er sollte sogar durch Wahlen in dem Projekt abgesetzt werden, so zumindest die damalige Forderung. Die Paketbetreuer von Debian haben sich nach der endgültigen Trennung der Projekte entschieden, Libav zu verwenden. Ubuntu folgte dieser Entscheidung.

Seit Anfang Oktober(öffnet im neuen Fenster) stellt Debian aber neben Libav auch wieder FFmpeg in seinen Quellen bereit, sodass sich Nutzer von Sid derzeit für eines der beiden entscheiden können. Eine langfristige Lösung sei dieses Nebeneinander aber nicht(öffnet im neuen Fenster) , weshalb in dem kommenden Debian Jessie weiterhin ausschließlich Libav genutzt wird. Für danach folgende stabile Versionen der Distribution wird sich das Multimedia-Team wohl aber für eines der beiden Projekte entscheiden müssen.

Dieser Entscheidung wird Ubuntu dann wohl ebenfalls folgen. Ob, wie sich derzeit abzeichnet, Ubuntu 15.04 seinen Nutzern aber tatsächlich beide Programm- und Codecsammlungen anbieten wird, bleibt abzuwarten. Für Anwender, die nicht direkt die Kommandozeilenwerkzeuge einer der beiden Sammlungen benutzen, sollte sich aber nichts merklich ändern.


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