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Multimedia-Bibliothek: Der Leiter des FFmpeg-Projekts tritt zurück

Michael Niedermayer, seit 11 Jahren Leiter des Projekts FFmpeg, tritt von seinem Posten zurück. Er hoffe, damit die Entwickler aus dem Schwesterprojekt Libav zur Rückkehr zu bewegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Michael Niedermayer tritt als Leiter des FFmpeg-Projekts zurück.
Michael Niedermayer tritt als Leiter des FFmpeg-Projekts zurück. (Bild: FFmpeg.org)

Der Rücktritt des bisherigen FFmpeg-Leiters Michael Niedermayer kommt nur wenige Tage, nachdem die Paketbetreuer bei der Linux-Distribution Debian beschlossen hatten, statt auf die Multimediabibliothek Libav wieder auf das Schwesterprojekt FFmpeg zu setzen. Einer der Gründe für die Abspaltung des Libav-Projekts vor vier Jahren waren Differenzen zwischen dessen Entwickler und Niedermayer. Er hoffe, mit seinem Rücktritt die Libav-Entwickler zur Rückkehr in das FFmpeg-Projekt zu bewegen.

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Obwohl er 11 Jahre lang Leiter des FFmpeg-Projekts gewesen sei, sei ihm klar geworden, dass er für eine solche Position nicht geeignet sei, so Niedermayer. Er habe bis zuletzt gehofft, dass nach der Entscheidung des Debian-Teams, wieder auf FFmpeg zu setzen, die Libav-Entwickler zu FFmpeg zurückkehren würden. Das sei aber aktuell nicht absehbar. Die Community sei gespalten. Für Niedermayer sei es schwierig, ein Projekt zu leiten, während die Mitglieder der Abspaltung weiterhin versuchen würden, ihn herauszudrängen.

Er werde seine laufende Aufgabe als Mentor beim Google Summer of Code noch beenden. Als Merge-Verwalter des Projekts tritt Niedermayer aber zurück. Künftig solle jedes Mitglied eingereichten Code überprüfen und integrieren können. Niedermayer forderte die Entwickler aber dazu auf, einen neuen Leiter zu wählen, der dann wieder die "Arbeit mache, die niemand machen und die Verantwortung übernehme, die niemand übernehmen will", wie Niedermayer in einer E-Mail an die Community schreibt. Wie seine Zukunft beim FFmpeg-Projekt aussehen könnte, ließ er offen.

FFmpeg ist das aktivere Projekt

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Paketbetreuer bei Debian war wohl die wesentlich aktivere Community von FFmpeg. So würden etwa gefundene Sicherheitslücken deutlich schneller geschlossen als in Libav. Darüber hinaus seien einige bekannte Lücken in dem Fork über Jahre hinweg gar nicht behoben worden.

Außerdem tragen mehr Personen zu FFmpeg bei als zu Libav, was zu einem größeren Funktionsumfang führt. Auch integriert das FFmpeg-Team sehr viele Änderungen, die ursprünglich in Libav entstanden sind, andersherum ist dies aber nur selten der Fall. Besonders hilfreich für das Debian-Team dürfte auch die längere Pflege von Codezweigen durch die Upstream-Entwickler in FFmpeg sein.



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WolfgangS 04. Aug 2015

Also kurz das alte Stabilität oder Features ohne Verantwortung.

spiderbit 03. Aug 2015

die dann allerdiengs ausschliesslich auf nvidia hin optimiert sind und oft nur damit...

spiderbit 03. Aug 2015

naja so einfach ist das nicht es gab mal anschuldigungen das die nasa einen teil der...

yeti 03. Aug 2015

Auch unser Projekt benutzt ffmpeg als commandline utility. Ein Wechsel wäre wirklich...

fritsch_xbmc 02. Aug 2015

Danke für die vielen Jahre der sehr guten Zusammenarbeit mit dem xbmc / kodi Projekt...


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