Abo
  • IT-Karriere:

Multimedia-Bibliothek: Debian wechselt nach vier Jahren zurück zu FFmpeg

Statt der Abspaltung Libav setzt Debian künftig wieder FFmpeg als Multimedia-Bibliothek ein. Die Paketbetreuer begründen dies mit weniger Fehlern und einer verbesserten Sicherheit. Libav verliert damit wohl den letzten großen Unterstützer.

Artikel veröffentlicht am ,
Debian wird künftig wieder FFmpeg verwenden.
Debian wird künftig wieder FFmpeg verwenden. (Bild: FFmpeg.org)

Vor etwas mehr als vier Jahren haben sich einige Entwickler von FFmpeg wegen unüberbrückbarer Differenzen abgespalten und den Fork Libav begründet. Debian und in dessen Folge auch Ubuntu setzten daraufhin auf Libav. Nach langwierigen Diskussionen wird diese Entscheidung nun rückgängig gemacht, wie die Betreuer der Multimedia-Pakete in Debian mitteilen. Künftig soll wieder FFmpeg als Standard verwendet werden.

Stellenmarkt
  1. KARL MAYER Holding GmbH & Co. KG, Obertshausen
  2. NORDAKADEMIE gemeinnützige AG, Elmshorn

Im Projekt-Wiki haben die Beteiligten ihre Argumente dafür zusammengefasst. Ausschlaggebend war wohl die wesentlich aktivere Community von FFmpeg. So würden etwa gefundene Sicherheitslücken deutlich schneller geschlossen als in Libav. Darüber hinaus seien einige bekannte Lücken in dem Fork über Jahre hinweg gar nicht behoben worden.

Außerdem tragen mehr Personen zu FFmpeg bei als zu Libav, was zu einem größeren Funktionsumfang führt. Auch integriert das FFmpeg-Team sehr viele Änderungen, die ursprünglich in Libav entstanden sind, andersherum ist dies aber nur selten der Fall. Besonders hilfreich für das Debian-Team dürfte aber auch die längere Pflege von Codezweigen durch die Upstream-Entwickler in FFmpeg sein.

Wenig Unterstützung für Libav

Bereits seit Herbst vergangenen Jahres stehen wieder beide Projekte parallel zueinander in den Archiven von Debian zur Verfügung, was auch Ubuntu übernommen hat. Dementsprechend ist auch davon auszugehen, dass Ubuntu ebenfalls zurück zu FFmpeg wechseln wird.

Damit verliert Libav seine letzten großen Unterstützer, da die meisten anderen weitverbreiteten Linux-Distributionen nie zu Libav gewechselt sind, sondern dieses lediglich optional angeboten haben.

Mit Debian 9, alias Stretch, soll die Linux-Distribution wieder standardmäßig auf FFmpeg setzen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€
  2. 48,49€
  3. 4,99€
  4. 4,99€

SchreibenderLeser 12. Aug 2015

Danke für die Info. ;-)

mingobongo 09. Jul 2015

Forks lassen sich in einer freien Software Welt nicht verhindern. Hier gibt es den...

Lord LASER 09. Jul 2015

Nein, es wäre ehrlich. Es gab ja keinen objektiven Grund auf libav anstatt auf FFmpeg zu...

EQuatschBob 08. Jul 2015

Ja. Debian 8 wird vielleicht bis 2020 gepflegt werden, sicherlich aber bis 2018.


Folgen Sie uns
       


Linksabbiegen mit autonomen Autos - Bericht

In Braunschweig testet das DLR an zwei Ampeln die Vernetzung von automatisiert fahrenden Autos und der Verkehrsinfrastruktur.

Linksabbiegen mit autonomen Autos - Bericht Video aufrufen
Energie: Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
Energie
Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen
  3. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung
  2. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  3. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?

Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

    •  /