Abo
  • Services:

Multicopter: Geschenk überm Weihnachtsbaum

Zu Weihnachten werden Drohnen auf vielen Wunschzetteln stehen. Wo dürfen sie fliegen? Und filmen? Was darf man veröffentlichen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Artikel von Eike Kühl/Zeit Online veröffentlicht am
Eine Parrot AR.Drone der ersten Generation im Einsatz
Eine Parrot AR.Drone der ersten Generation im Einsatz (Bild: Miguel Villagran/Getty Images)

Nur noch wenige Tage bis Weihnachten, und in diesem Jahr könnte ein beliebtes Geschenk nicht nur unter dem Baum liegen, sondern auch darüber fliegen: eine Hobbydrohne. Neue, erschwingliche Modelle sind auf dem besten Weg, die Gadgets aus der Nische der Modellflieger heraus für ein größeres Publikum zugänglich zu machen. In Großbritannien gibt es in einigen Geschäften bereits Lieferengpässe. Auch in Deutschland dürften Drohnen in diesem Jahr auf vielen Wunschzetteln stehen.

Die Anzahl der Hobby- oder RC-Drohnen über den Parks und Feldern der Republik dürfte deshalb zum Jahresanfang ansteigen, das passende Wetter vorausgesetzt. Und mit ihnen die Bedenken. Schließlich gelten Drohnen nicht nur als Spielzeug, sondern auch als Ärgernis. Erst vor wenigen Wochen war eine Hobbydrohne für den Abbruch eines Fußballländerspiels verantwortlich. Es häufen sich die Berichte, dass Drohnen in gefährlicher Nähe von Menschen abstürzen oder sogar fast mit Flugzeugen kollidieren. Und ja, natürlich lässt sich mit Drohnen prima spionieren.

Trotzdem glauben einige, dass Drohnen das nächste Smartphone sind. In Zukunft könnten wir sie am Handgelenk mit uns herumtragen. Sicher ist, dass Drohnen durchaus Spaß machen können. Und wer sich an die Regeln hält, dürfte auch keine Probleme mit seinen Mitmenschen oder den Behörden bekommen. Aber wie lauten die wichtigsten Regeln? Was dürfen Drohnen und ihrer Führer und was nicht? Wir beantworten einige der wichtigsten Fragen für den Kauf und Einsatz von Drohnen und Multicoptern.

Ja was denn nun: Heißt es Drohne oder Multicopter?

Der Begriff Drohne ist gebräuchlich für unbemannte Flugobjekte aller Art. Lange Zeit waren sie vor allem aus dem Militär bekannt. Bei den kleinen Flugkörpern im Hobbybereich handelt es sich in der Regel um sogenannte Multicopter: Modellflugkörper mit mehreren Propellern. Die meisten haben vier, weshalb sie auch Quad(ro)copter genannt werden. Einige Enthusiasten vermeiden bewusst den Begriff Drohne, wegen der negativen Assoziationen und der Unterschiede zu autonom fliegenden Varianten. Im Englischen dagegen ist drone für alle Arten geläufig, weshalb er sich zunehmend auch im deutschen Sprachraum durchsetzt.

Was sind die beliebtesten Drohnenmodelle?

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Die günstigsten, handtellergroßen Minidrohnen ohne Kamera gibt es bereits ab etwa 30 Euro, zum Beispiel von Hubsan oder Revell. Die sind aber wirklich nur ein Spielzeug. Die beliebtesten Modelle für ambitioniertere Nutzer kommen von zwei Firmen: Das französische Unternehmen Parrot ist mit seiner AR.Drone 2 einer der Marktführer. Sie gibt es ab circa 300 Euro, die Steuerung erfolgt über WLAN und eine Tablet- oder Smartphone-App.

Mit der Bebop führt Parrot demnächst aber auch ein Modell mit speziellem Controller für semiprofessionelle Filmemacher ein. Ab 500 Euro bietet der chinesische Hersteller DJI seine Phantom 2 an. Deren Flugzeit und Reichweite übersteigen die der Parrot deutlich. Außerdem enthält sie standardmäßig ein GPS-Modul und weitere Extras. In der Preisklasse von 1.000 bis 1.500 Euro gibt es Modelle für höhere Ansprüche, die zum Beispiel auch Spiegelreflexkameras transportieren können. Wo darf ich mit meiner Drohne fliegen?

Generell dürfen Drohnen im unkontrollierten Luftraum aufsteigen. Die Voraussetzung für den Betrieb ist allerdings, dass sie sich stets im Sichtbereich der Piloten aufhalten. Ein Modell wie die Parrot AR.Drone hat ohnehin nur eine Reichweite von etwa 50 Metern. Andere aber, etwa die Phantom 2, funktionieren über mehrere Hundert Meter hinweg. Als Faustregel gilt eine maximale Entfernung von 300 Metern und eine Höhe von 100 Metern für den sicheren Einsatz. Was sich gut für einen Flug anbietet, sind Modellflugplätze und freie Feld- und Wiesenflächen, wobei man auch hier die Erlaubnis des Grundbesitzers einholen muss.

Wo darf ich auf keinen Fall fliegen?

Untersagt ist ein Aufstieg im Umkreis von 1,5 Kilometern von Flughäfen. In einigen Stadtgebieten kann die Zone aber größer sein, weshalb man sich vorher informieren sollte. In Berlin etwa sind Drohnen innerhalb des Stadtgebiets ohne Ausnahmegenehmigung komplett verboten, auch wenn sie auf einigen Freiflächen geduldet werden. Auch gibt es Flugverbotszonen wie Regierungsviertel, militärische Stützpunkte oder Naturschutzgebiete. Einige Drohnen bieten GPS-gesteuerte Hilfen an, die Verbotszonen erkennen und umfliegen oder gar nicht erst starten. Darauf verlassen sollte man sich aber nicht.

Eine Versicherung für Drohnen ist vorgeschrieben 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

unknown75 26. Dez 2014

Joa kann ich, du kannst dir viel Wissen relativ schnell über Youtube aneignen, je nachdem...

ITUrgestein 26. Dez 2014

Naja, bevor die Diskussion auch hier hochkocht ... nur der Hinweis, dass man sich bei...

ITUrgestein 26. Dez 2014

Wenn Drohnen eindeutig als Flugmodelle gelten würden, dann wäre die Zusammenstellung von...

Kleba 24. Dez 2014

+1

nasenweis 24. Dez 2014

Golem .. ich bin baff .. Danke von einem Modellflieger für einen guten Artikel zu...


Folgen Sie uns
       


Geräuschunterdrückung Sony WH-1000 Serie im Vergleich

Sonys neuer ANC-Kopfhörer aus der WH-1000 Serie bringt eine nochmals verbesserte Geräuschunterdrückung. Wir haben das neue Modell WH-1000XM3 gegen das Vorgängermodell WH-1000XM2 antreten lassen. In leisen Umgebungen hat der WH-1000XM2 noch ein recht stark vernehmbares Grundrauschen, beim WH-1000XM3 gibt es das nicht mehr.

Geräuschunterdrückung Sony WH-1000 Serie im Vergleich Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Requiem zur Cebit: Es war einmal die beste Messe
Requiem zur Cebit
Es war einmal die beste Messe

Nach 33 Jahren ist Schluss mit der Cebit und das ist mehr als schade. Wir waren dabei, als sie noch nicht nur die größte, sondern auch die beste Messe der Welt war - und haben dann erlebt, wie Trends verschlafen wurden. Ein Nachruf.
Von Nico Ernst

  1. IT-Messe Die Cebit wird eingestellt

Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /