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Eine Parrot AR.Drone der ersten Generation im Einsatz
Eine Parrot AR.Drone der ersten Generation im Einsatz (Bild: Miguel Villagran/Getty Images)

Drohnen-Besitzer müssen Persönlichkeitsrechte beachten

Darf ich filmen, was mein Nachbar auf dem Grill liegen hat? Nicht nur Datenschützer, sondern auch viele Privatpersonen sehen Drohnen kritisch. Teilweise sind die Bedenken berechtigt: Dank hochauflösender Kameras ist es möglich, Einblicke in Gärten, Balkone und auch in Wohnungen zu erhalten. Dass einige die Technik missbrauchen, lässt sich nicht vermeiden. Erlaubt ist es natürlich nicht, in anderer Menschen Privatsphäre einzudringen und in fremden Gärten oder gar durch Fenster hindurch zu filmen. Wie bereits erwähnt, ist die Rechtslage beim allgemeinen Überflug privater Grundstücke aber nicht ganz eindeutig. Generell gilt, dass man sich zuvor die Erlaubnis der Grundstückseigentümer einholen sollte. Einfacher und freundlicher ist es, einfach nebenan zu klingeln, wenn es aus dem Nachbargarten nach Gegrilltem riecht.

Aber ansonsten darf ich meine Aufnahmen ins Internet stellen?

Solange es sich um eigene Dronies oder Aufnahmen des eigenen Grundstücks handelt, spricht nichts dagegen. Wer allerdings an öffentlichen Orten filmt, muss die Persönlichkeitsrechte beachten. Sind Gesichter einzelner Personen klar erkennbar, bedarf es deren Einverständnis zur Veröffentlichung. Jedenfalls theoretisch. In der Praxis ist das allerdings ähnlich schwer durchzusetzen wie bei Fotos. Auch die Aufnahmen von Bauwerken dürfen nicht einfach veröffentlicht werden. Hier ist entscheidend, ob es sich um besondere Bauwerke handelt und wie die Eigentümer zu der Sache stehen. Die sogenannte Panoramafreiheit gilt für Luftaufnahmen generell nicht, da diese nicht von öffentlichen Wegen aus gemacht werden. Am besten ist es wiederum, bereits vor dem Flug um Erlaubnis zu fragen.

Was kommt im besten Fall dabei raus?

Ziemlich großartige Aufnahmen. Dank Drohnen gibt es mittlerweile Aufnahmen aus den meisten Großstädten der Welt, aus Vulkanen, von Surfern und Delfinen und selbst Tschernobyl sieht aus der Vogelperspektive gar nicht so trist aus. Man kann mit ihnen musizieren, tanzen oder Graffiti sprühen. Journalisten und Aktivisten nutzen Drohnen, um aktuelle Ereignisse zu begleiten. Projekte wie Travel by Drone platzieren die Videos auf einer Landkarte, auf der Plattform Vimeo findet man sie in diversen Gruppen und natürlich gibt es auch ein Sub-Reddit.

Ich finde Drohnen trotzdem doof. Darf ich sie vom Himmel holen?

Schlechte Idee. Zwar gibt es ein Recht auf Selbsthilfe, falls die persönliche Freiheit bedroht ist. Allerdings gilt das nur, wenn die Hilfe staatlicher Stellen, etwa der Polizei, versagt. Das müssten die Drohnenjäger anschließend beweisen. Außerdem stellen abstürzende Drohnen eine Gefahr dar. Manche Gegner von Drohnen rüsten deshalb lieber technisch auf: Warnmelder erkennen, wenn eine Drohne in der Nähe ist. Andere nutzen WLAN- und GPS-Jammer oder kapern die Drohne anderer mit ihrer eigenen. Doof nur: Auch die Jammer und Hacks fremder Drohnen sind nicht erlaubt.

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Wie in den meisten Fällen hilft auch im Drohnen-Zeitalter der gesunde Menschenverstand: Wer keine Drohnen in seiner Nähe möchte, sollte deren Besitzer freundlich darauf hinweisen. Dann gibt es auch keinen Stress am Weihnachtsfeiertag.

 Eine Versicherung für Drohnen ist vorgeschrieben

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unknown75 26. Dez 2014

Joa kann ich, du kannst dir viel Wissen relativ schnell über Youtube aneignen, je nachdem...

ITUrgestein 26. Dez 2014

Naja, bevor die Diskussion auch hier hochkocht ... nur der Hinweis, dass man sich bei...

ITUrgestein 26. Dez 2014

Wenn Drohnen eindeutig als Flugmodelle gelten würden, dann wäre die Zusammenstellung von...

Kleba 24. Dez 2014

+1

nasenweis 24. Dez 2014

Golem .. ich bin baff .. Danke von einem Modellflieger für einen guten Artikel zu...



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