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Eine Versicherung für Drohnen ist vorgeschrieben

Sind Flüge über Wohngebieten erlaubt? Diese Frage entfacht selbst in der Modellflieger-Szene immer wieder Kontroversen. "Es gibt kein ausdrückliches Verbot, was das Fliegen in Wohngebieten anbelangt", sagt Carl Sonnenschein, Justitiar des Deutschen Modellflieger Verbandes auf Nachfrage von Zeit Online. Allerdings ist es durch andere Gesetze eingeschränkt: Zum einen ist der Überflug von Menschenansammlungen nicht gestattet. Es muss immer ein ausreichender Sicherheitsabstand zu anderen Personen eingehalten werden. Zum anderen besagt § 1 der Luftverkehrsordnung, dass niemand gefährdet oder belästigt werden darf. "Dieser Punkt ist in Wohngebieten schnell erreicht", sagt Sonnenschein. Dazu kommen Einschränkungen des Persönlichkeits- und Hausrechts, auf die wir noch zurückkommen.

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Ja, denn Drohnen stürzen hin und wieder ab. Da es nie ausgeschlossen ist, dass die Geräte einen Sach- oder Personenschaden anrichten, ist eine Versicherung in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Die Versicherung von Fluggeräten ist in den meisten privaten Haftpflichtversicherungen allerdings nicht enthalten, weshalb, je nach Anbieter, eine zusätzliche Police notwendig ist. Eventuell ist es aber günstiger, eine spezielle Versicherung abzuschließen, wie sie viele Modellfliegerverbände anbieten. Die Kosten variieren je nach Deckungssumme und Umfang zwischen 80 und 150 Euro jährlich. In jedem Fall sollte man vergleichen, welche Fälle und Szenarien die Versicherung genau abdeckt. Wie sieht es mit einer Aufstiegsgenehmigung aus?

Modelle bis zu fünf Kilogramm Gesamtmasse und ohne Verbrennungsmotor benötigen in Deutschland keine Genehmigung. Jedenfalls nicht, wenn man die oben genannten Regeln und Verbotszonen beachtet und die Drohne nur zu privaten Zwecken aufsteigen lässt. Bei gewerblichen Einsätzen, und darunter fallen auch professionelle Luftaufnahmen, ist eine Aufstiegsgenehmigung allerdings Pflicht. Die Genehmigungen sind Sache der Bundesländer, weshalb sich Kosten, Dauer und Anforderungen unterscheiden. Informationen gibt es bei den jeweiligen Landesluftfahrtbehörden. In den USA wird übrigens gerade der Einsatz kommerzieller Drohnen neu verhandelt, da es für viele Startups und die Pläne von Konzernen wie Google und Amazon keinen klaren rechtlichen Rahmen gibt. Ein Vorschlag sieht vor, dass die Besitzer für den Einsatz eine Pilotenlizenz benötigen.

Aber ich will doch nur ein paar Videos machen. Kann ich das?

Grundsätzlich ja. Die Kameras sind für viele Nutzer ein Kaufargument. Hersteller wie Parrot oder DJI liefern sie deshalb in den aktuellen Modellen oder bestimmten Ausführungen gleich mit. Alternativ lassen sich viele Modelle nachrüsten, etwa mit einer GoPro. Die entsprechenden Halterungen finden sich im Netz. Interessant könnte es im kommenden Jahr werden, falls GoPro selbst ins Drohnengeschäft einsteigen sollte. Was die Piloten beachten sollten: Je größer und schwerer die Kamera, desto kürzer ist die ohnehin schon sehr knappe Flugzeit.

 Multicopter: Geschenk überm WeihnachtsbaumDrohnen-Besitzer müssen Persönlichkeitsrechte beachten 
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unknown75 26. Dez 2014

Joa kann ich, du kannst dir viel Wissen relativ schnell über Youtube aneignen, je nachdem...

ITUrgestein 26. Dez 2014

Naja, bevor die Diskussion auch hier hochkocht ... nur der Hinweis, dass man sich bei...

ITUrgestein 26. Dez 2014

Wenn Drohnen eindeutig als Flugmodelle gelten würden, dann wäre die Zusammenstellung von...

Kleba 24. Dez 2014

+1

nasenweis 24. Dez 2014

Golem .. ich bin baff .. Danke von einem Modellflieger für einen guten Artikel zu...


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