Multicopter: Flughäfen Frankfurt und München testen Drohnen-Erkennung

Mit neuen Systemen sollen unerlaubte Starts von Quadcoptern und anderen Fluggeräten erkannt werden, um die Flugsicherheit zu erhöhen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Der Frankfurter Flughafen
Der Frankfurter Flughafen (Bild: Thomas Lohnes/Getty Images)

In der Umgebung der Flughäfen Frankfurt und München werden in den kommenden Wochen verstärkt Drohnen aufsteigen. Die unbemannten Flugkörper gehören zu umfangreichen Versuchen der Deutschen Flugsicherung, die an den beiden Standorten jeweils drei verschiedene Systeme zur Entdeckung der Drohnen testen will. Die Detektion gilt als Grundvoraussetzung, um anschließend gefährliche Annäherungen zu Passagiermaschinen verhindern zu können.

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Die bis in den Oktober 2020 laufenden Tests seien mit den zuständigen Behörden, Kommunen und der Polizei abgestimmt, teilte die Flugsicherung am 30. Juli 2020 in Langen bei Frankfurt mit. Sie sollen die Grundlagen für die Ausschreibung eines Detektionssystems schaffen. Überwacht werden sollen die An- und Abflugkorridore bis in eine bestimmte Höhe und einer seitlichen Ausdehnung von rund 18 Kilometern. Für das Frankfurter Flughafensystem mit vier Bahnen, die teils aus verschiedenen Himmelsrichtungen angeflogen werden, ergibt sich daraus ein sehr großes Areal.

Multicopter in der Nähe von Flughäfen verursachen Probleme

Drohnensichtungen im Nahbereich haben in der Vergangenheit immer wieder zur Einstellung des Flugbetriebs an Flughäfen geführt, mit entsprechenden wirtschaftlichen Folgen für Airlines und Flughafenbetreiber. Zuletzt musste wegen illegaler Drohnen der Betrieb in Frankfurt im Februar 2020 und noch einmal im März eingestellt werden. Im vergangenen Jahr hat die Flugsicherung von 125 Zwischenfällen mit Drohnen berichtet, die Flughäfen oder Verkehrsflugzeugen zu nahe gekommen waren.

In Deutschland sind Drohnenflüge in der Nähe von Start- und Landebereichen von Flughäfen verboten - es muss mindestens ein Abstand von 1,5 Kilometern gehalten werden. Drohnenflüge an Flughäfen werden strafrechtlich verfolgt. Sie gelten rechtlich als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr und werden mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet.

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