Multi-Plattform-Bedrohung: Crisis befällt virtuelle Maschinen

Die Windows-Version der Crisis-Malware kann sich in VMware-Images kopieren und sich damit in vier verschiedenen Umgebungen ausbreiten.

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Verbreitung in VMware
Verbreitung in VMware (Bild: Symantec)

Das Symantec Security Response Team hat in der Windows-Version der Crisis-Malware eine Bedrohung für virtuelle Maschinen (VM) gefunden. Die Malware durchsucht den Rechner nach VMware-Images und kopiert sich mit dem VMware-Player in die Images. "Damit besitzt Crisis die Funktionalität, sich in mittlerweile vier verschiedenen Umgebungen auszubreiten: Mac, Windows, Windows Mobile und virtuelle Maschinen", erklärte Symantec.

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Symantec hatte im vergangenen Monat die Malware OSX.Crisis oder Morcut gefunden, die Mac-Systeme bedroht. Kaspersky berichtete, dass sich der Schädling über ein Java-Archiv (JAR-Datei) verbreitet, das über Social Engineering verteilt wird. OSX.Crisis installiert eine Backdoor und tarnt sich dann mit Rootkit-Funktionen im System.

Die Windows-Version W32.Crisis nutzt keine Sicherheitslücken in der VMware-Software selbst, sondern manipuliert oder mounted die Dateien der virtuellen Maschine (VM) auf dem Host-System, auch wenn diese nicht läuft. "Dies ist möglicherweise die erste Malware, die sich über virtuelle Maschinen verbreitet. Das könnte der nächste Schritt vorwärts für Malware-Autoren sein", so Takashi Katsuki von Symantec.

Über das Remote Application Programming Interface (RAPI) kann die Malware nur Windows-Mobile-Geräte, nicht aber Android-Geräte oder iPhones angreifen. Symantec erkennt das Java-Archiv als Trojan.Maljava, die Bedrohung für Mac als OSX.Crisis und die Windows-Version als W32.Crisis.

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Laut Sophos erlaubt der Trojaner OSX/Morcut-A Unbefugten den Zugriff auf infizierte Computer, stiehlt Daten, hinterlässt neue Malware, lädt Code aus dem Internet herunter, zeichnet Tastaturanschläge auf und ermöglicht Remote-Zugriff.

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