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Multi-Operator Core Network: Telekom und Vodafone teilen sich Mobilfunkspektren

Graue Flecken, in denen nur ein Betreiber Netz anbietet, schließen Telekom und Vodafone , indem sie bei 800 MHz LTE ihre Konkurrenz aufgeben.
/ Achim Sawall
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Vodafone-Pegel: aufgezeichnet vom Scanner der Telekom (Bild: Deutsche Telekom/ Screenshot: Golem.de)
Vodafone-Pegel: aufgezeichnet vom Scanner der Telekom Bild: Deutsche Telekom/ Screenshot: Golem.de

Deutsche Telekom und Vodafone haben rund 2.000 graue Flecken geschlossen. Das gaben die Mobilfunkbetreiber am 22. März 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Möglich macht das der technologische Ansatz Multi-Operator Core Network (MOCN), der laut Telekom für kleine Versorgungslücken so weltweit erstmals eingesetzt wird.

Multi-Operator Core Network bedeutet, dass sich zwei oder mehr Anbieter eine Mobilfunk-Sendeanlage teilen. Über eine Antennenanlage werden mittels mehrerer Netzkennungen die Kunden aller kooperierenden Anbieter bedient. Dabei geht es um aktives Sharing.

Ein grauer Fleck ist eine Gegend, in dem die Bewohner von lediglich einem Mobilfunkanbieter versorgt werden. Verabredet wurde die Zusammenarbeit im Februar 2020 für 4.000 Antennenstandorte. Danach folgten Gespräche mit dem Bundeskartellamt und der Bundesnetzagentur.

Kooperation beschränkt sich auf LTE bei 800 MHz

Mobilfunkbetreiber teilen sich bereits Antennenmasten, bei MOCN teilen Vodafone und Telekom aber auch ihre Mobilfunkspektren. Die Kooperation beschränkt sich allerdings auf LTE bei 800 MHz. Jeder Partner bringt 10 MHz in die Zusammenarbeit ein. Die Kunden sollen dabei nicht bemerken, dass sie das Netz eines anderen Betreibers nutzen.

Vodafone und Telekom öffnen jeweils eine gleiche Anzahl von Mobilfunk-Stationen auch für die Kunden des Kooperationspartners. Bis zum Sommer wollen Vodafone und die Telekom die vereinbarte Schließung der grauen Flecken vielerorts beendet haben. Doch auch in Zukunft werde Network Sharing auf ausgewählte ländliche Gebiete beschränkt bleiben, um kleine Versorgungslücken zu schließen, betonte die Telekom.


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