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Der Stadtrat in München wird sich auch die kommenden Jahre noch mit der Stadt-IT beschäftigen müssen.
Der Stadtrat in München wird sich auch die kommenden Jahre noch mit der Stadt-IT beschäftigen müssen. (Bild: Kevin Poh, flickr.com/CC-BY 2.0)

IT-Umbau mit internem Widerstand

Die Frage nach den Befindlichkeiten der Angestellten und Beamten stellt sich nicht nur für das Limux-Team selbst, sondern auch für den Rest der Verwaltung in München. Denn der gefällte Beschluss der Vollversammlung legt nicht nur eine Migration von Linux zu Windows fest, sondern auch eine völlige Umstrukturierung der IT-Landschaft sowie der Zuständigkeiten für die eingesetzte Technik, was nicht alle unterstützen.

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Aus drei mach eins

Schon vor einem Jahr hat es nicht nur innerhalb der Stadtratsfraktionen einige Streitereien zu eben dieser geplanten Neuorganisation der IT gegeben. Wichtigster Punkt hierbei ist die Schaffung eines zentralen IT-Referats, das die bisher drei Bereiche der IT-Verantwortung zusammenfassen soll. Vor etwa einem Monat ist bereits der neue IT-Referent, Thomas Bönig, als Leiter gewählt worden. Das IT-Referat soll am 1. Januar 2018 seine Arbeit aufnehmen und idealerweise bis Anfang 2019 in den Regelbetrieb starten.

Derzeit verfügt München mit dem Strac über eine Abteilung zur strategischen Steuerung und Planung in IT-Fragen und mit it@M über einen eigenen städtischen IT-Dienstleister, der unter anderem verschiedene Backend-Dienste betreut und eben den Limux-Client sowie einen Windows-Client erstellt. Darüber hinaus ist it@M für die generelle IT-Beschaffung zuständig. Zusätzlich dazu haben die Verwaltungsreferate und Eigenbetriebe der Stadt noch dezentrale IT-Abteilung, die Dika heißen.

In der neuen Struktur sollen vor allem die bisherigen Dikas in ihrer Funktion von neuen IT-Einheiten abgelöst werden, "die sich künftig auf das fachliche Anforderungsmanagement konzentrieren" sollen. Darüber hinaus soll es an größeren Verwaltungsstandorten auch Vor-Ort-Support geben, der direkt dem IT-Referat unterstellt ist.

IT an der Belegschaft vorbei

Die Idee und das Ziel dieser Umstrukturierung ist es, Fragen zur IT der Stadt zentral steuern und vor allem auch entsprechende Lösungen schnell umsetzen zu können. Größere Vorhaben, wie etwa das Ausrollen und Verteilen neuer Limux-Versionen, scheiterten bisher unter anderem auch an der fehlenden zentralen Kontrolle und Durchsetzungsinstanz. Das IT-Referat soll genau solche Probleme lösen.

Im Prinzip ist dieser Wunsch nachvollziehbar und die Ausgestaltung erinnert an die Organisationen in großen Unternehmen, in denen die IT-Abteilung die zu nutzenden Werkzeuge vorgibt und der Rest der Belegschaft diese dann einsetzen muss. Inwiefern dieses Konzept in München aber auch wirklich zur Verbesserung beitragen wird, muss sich noch zeigen.

Großen Bedenken äußert vor allem das Kreisverwaltungsreferat (KVR), das neben Bürgerbüros, KFZ-Zulassungstellungs- und Führerscheinstellen sowie dem Standesamt auch die Gewerbeaufsicht, den Verbraucherschutz und das Veranstaltungsbüro umfasst. Ohne das KVR läuft in München quasi nichts. Zu spüren bekommen haben das die München Bürger sowohl im Jahr 2015 als auch im Jahr 2016, als zentrale Software des KVR ausfiel und dessen Betrieb damit komplett lahmlegte.

Das KVR ist einer der vehementesten Kritiker der neuen Organisationsstruktur. So befürchtet das KVR in seiner Stellungnahme "erhebliche Nachteile" für seine "ordnungsgemäße Aufgabenerledigung", falls die neue Struktur umgesetzt wird. Diese Nachteile ergeben sich wohl unter anderem aus der sowieso schon existierenden "Instabilität" des KVR, die sich durch eine organisatorische Neugestaltung wohl verstärken dürfte. Zwar erhofft sich das KVR langfristig Verbesserungen durch die Maßnahmen, erwartet zunächst aber klar eine "Verschlechterung der Leistungsfähigkeit".

Es bleibt abzuwarten, ob die Münchner das tatsächlich zu spüren bekommen. Schon jetzt steht aber fest, dass die Umgestaltung der Münchner IT noch weiter vorangetrieben werden soll. Als nächstes Projekt steht die Ausgründung des städtischen Dienstleisters it@M als GmbH an, die geprüft werden soll. Diese Idee wird prinzipiell etwa von den oppositionellen Grünen im Stadtrat unterstützt, allerdings nicht von der CSU, die gemeinsam mit der SPD die Regierung stellt.

 Virtualisierung und Altsystem als Notlösung

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deutscher_michel 01. Dez 2017

Skype for Business - Server werden angeblich nun doch nicht kommen (zumindest sagten...

Icestorm 01. Dez 2017

Sollte nicht auch golem langsam mal seine IT runderneuern, bei der die gestaffelten...

Icestorm 01. Dez 2017

Beim Umstieg auf Linux baute man in München eine eigene Lösung. Beim Rücksturz zu Windows...

ChristianKG 30. Nov 2017

Aufgrund von Spekulationen rum stänkern. Kommt oft vor bei Trollen, die meinen Ahnung zu...

felyyy 29. Nov 2017

Bisschen harsch, aber im Grunde ist es genau so wie du sagst. Der DAU geht bei einem...



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