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München: Proteste gegen massiven Stellenabbau bei TDK Heidenheim

TDK Electronics will die Fertigung weitgehend nach Ungarn und China verlagern. Dagegen wehrt sich die Belegschaft.
/ Achim Sawall
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TDK Electronics in Heidenheim (Bild: TDK Electronics)
TDK Electronics in Heidenheim Bild: TDK Electronics

Die Belegschaft von TDK Electronics (ehemals Epcos) wehrt sich gegen den angekündigten Abbau der Hälfte der Arbeitsplätze am Standort Heidenheim. Dazu sollen am 23. Mai 2024 während einer Aufsichtsratssitzung Proteste am Hauptsitz in München stattfinden.

"Um dem Aufsichtsrat ein deutliches Signal gegen die Verlagerungspläne zu zeigen, fahren an diesem Tag circa 250 Beschäftigte mit fünf Reisebussen zu einer Protestkundgebung nach München" , erklärte die Gewerkschaft IG Metall.

TDK Electronics produziert in Heidenheim vor allem Elektronik für wie Magnetfeldsensoren für Autos, industrielle MEMS-Sensoren für Vibrationserkennung, Robotik und Flash-Speicher (Solid State Drives – SSDs).

Von den derzeit 21 Fertigungslinien für induktive Bauelemente sollen 13 nach Ungarn und China ausgelagert werden, erklärte die Unternehmensführung auf einer Betriebsversammlung im März 2024(öffnet im neuen Fenster) . Nur vier Produktionslinien bleiben erhalten.

300 Arbeitsplätze betroffen

Bis Ende 2026 sollen 300 der aktuell 580 Arbeitsplätze abgebaut werden. Betroffen sind alle Bereiche, wobei die Einschnitte bei den gewerblichen Beschäftigten – diejenigen, die körperliche Arbeit verrichten – am größten sein sollen.

Die Firmenchefs gaben dem Vorhaben den Namen Henry, da die Induktivität der in Heidenheim gefertigten Bauteile in Mikrohenry [μH] gemessen wird. Auf einer Betriebsversammlung im April starteten die Beschäftigten die Kampagne Stoppt Henry – Für den Erhalt der Arbeitsplätze bei TDK in Heidenheim. Zudem berichtet der Betriebsrat auf der Kundgebung am 1. Mai 2024 von den Plänen des Managements und der Betroffenheit der Beschäftigten wie auch der Region Heidenheim.


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