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München: Microsoft veröffentlicht Details zur Limux-Studie

Das Limux-Projekt sei deutlich teurer, als die Stadt München behauptet, rechnet eine HP-Studie vor. Nun hat der Auftraggeber Microsoft Details der Studie veröffentlicht, was teils große Unterschiede offenbart.

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Wie teuer war das Limux-Projekt tatsächlich?
Wie teuer war das Limux-Projekt tatsächlich? (Bild: Stadt München)

Wohl auf Grund der öffentlichen Kritik hat Microsoft nun doch eine Zusammenfassung der HP-Studie veröffentlicht, die behauptet, die Linux-Migration der Stadt München sei mit rund 61 Millionen Euro deutlich teurer, als die Stadt selbst einräumt. Diese beziffert die Kosten auf rund 23 Millionen Euro. Die Ersteller der HP-Studie treffen dabei teilweise jedoch bewusst andere Annahmen als die Stadt, was zu der großen Differenz führt.

Fachverfahren als Kostentreiber

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So geht die HP-Studie in der Kostenberechnung von einer umfassenden Migration sämtlicher Fachverfahren und -anwendungen auf Linux aus, samt dafür zu zahlender Lizenz und Personalkosten. Dafür werden rund 39 Millionen Euro veranschlagt, vergleichbare Vorgänge unter Windows hätten dagegen nur rund 6 Millionen Euro gekostet. Diese angenommenen Kosten für Linux begründet HP mit der Erfahrung und Vorgehensweise bei ähnlichen Projekten, da die Ersteller der Studie "erhebliche Zweifel" an der Darstellung der Stadt haben.

Die Studie räumt jedoch auf Seite 12 ein, "dass die Stadt München die Kosten für die Einführung des Limux-Basisclients höchstwahrscheinlich durch die Umsetzung eines Minimalansatzes gering hält." Somit impliziert HP bereits, dass die Grundlage der angenommenen Rechnung vermutlich falsch ist.

Tatsächlich beziffert die Stadt selbst die Kosten für die Migration inklusive Personalkosten auf ungefähr 16 Millionen Euro. Das Erstellen des einheitlichen Formularwesens mit dem Wollmux-Client unter Verwendung von Openoffice.org habe dabei rund 4 Millionen Euro gekostet und wäre, laut Aussage der Stadt, auch bei der Verwendung von Windows notwendig geworden.

Ebenso tragen dazu lediglich 700.000 Euro für die reine Anwendungsmigration bei. Den vergleichsweise geringen Wert erklärt der Chef des städtischen Dienstleisters Karl-Heinz Schneider so: "Alle webbasierten Fachverfahren können ohne Umstellungsaufwand unter Limux genutzt werden und die meisten Verfahren, die eng mit Microsoft integriert sind, können über andere Standardtechniken ebenfalls vom Linux-Client aus benutzt werden".

Äpfel und Birnen

Die HP-Studie bezieht auch Supportverträge für die Software mit in ihre Berechnungen ein, welche für den Limux-Client auf dem Angebot Canonicals basieren. Die Stadt München hat jedoch keinerlei Supportverträge - weder für Windows noch für Linux - abgeschlossen und rechnet deshalb nur die Lizenzkosten gegeneinander auf. Den Softwaresupport leisten die einzelnen IT-Abteilungen der Stadt selbst.

Ebenso setzt HP die Schulungskosten mit etwa 10,6 Millionen Euro unter Linux etwa doppelt so hoch an wie unter Windows. Eine explizite Erklärung dafür liefert die Studie zwar nicht, es wird aber auf die vielen Wechsel der freien Software hingewiesen: von Debian zu Ubuntu und von Openoffice.org zu Libreoffice. Die Stadt München geht hingegen von gleich hohen Schulungskosten aus.

Zudem geht die Studie HPs davon aus, dass München bei einem Wechsel von Windows NT 4 zu Windows XP und Office 2003 die zuletzt genannten immer noch einsetzen würde, da diese offiziell noch bis 2014 unterstützt werden. In der Berechnung der Stadt München wird jedoch das aktuell eingesetzte Ubuntu 10.04 mit den Lizenzkosten für Windows 7 und Office 2010 verglichen.

Im Mai 2003 beschloss die Stadt München, ihre IT-Arbeitsplätze auf freie Software umzustellen. Bis Ende 2012 wurden mehr als die ursprünglich geplanten 12.000 Rechner migriert.



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wolzow-01 04. Feb 2013

... und wieder alle gegen windows8 - das ist ansichtssache, mir gefällt es sehr! Es...

rpm-U 04. Feb 2013

Wozu Studie? Windows-User laden doch sonst jeden Software-Muell auf die Platte. Kann es...

rpm-U 04. Feb 2013

Das wichtigste ist doch, sich in der oeffentlichen Administration, die von steuergeldern...

WolfgangS 29. Jan 2013

ja München strich ja schon supportkosten beim Basisclient - indem sie Leute einstellten...

Anonymer Nutzer 29. Jan 2013

Ich finde die Argumentationsweisen der sog. *Experten* mit ihren Gutachten immer wieder...


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