Kompliziertes Test- und Updatesystem

Die Zusammenarbeit zwischen den Referaten und dem zentralen IT-Dienstleister ist noch nicht perfekt. Vor allem bei Tests an dem Basis-Client führe die komplexe Struktur noch zu Verzögerungen, sagte Kreyss. Denn die vom zentralen Dienstleister erstellte Version wird erst intern getestet, dann an die Referate übergeben, die wiederum ihre Fachverfahren gegen den neuen Client testen.

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Dabei auftretende Fehler müssen natürlich erst beseitigt werden, bevor eine neue Version des Basis-Clients allen Referaten zur Verfügung gestellt werden kann. Zum Beispiel sei es möglich, dass ein webbasiertes Fachverfahren nicht mit der aktuellen Browserversion kompatibel sei und daher ebenfalls aktualisiert werden müsste.

"Einfach ein Update anzubieten und alle zu bitten, die Software zu aktualisieren, funktioniert bei uns einfach nicht", sagte ein Projektbeteiligter, der nicht genannt werden will, Golem.de. Das werde von Unbeteiligten oft nicht verstanden.

Die Aufteilung birgt für Kreyss aber auch Positives. Weil einzelne Referate bereits behobene Fehler oder umgesetzte Nutzerwünsche melden, hat die zentrale IT gute Argumente, Updates des Clients in allen Referaten schneller durchzusetzen.

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Diese komplexe Dynamik bei der Entwicklung ist der Grund dafür, dass die eingesetzte Software für Außenstehende oft etwas antiquiert wirkt. So basiert die aktuelle Version 4.0 des Clients auf Ubuntu 10.04 alias Lucid Lynx. Als grafische Oberfläche kommt nach wie vor KDE 3.5 zum Einsatz.

Für die neue Version, die im Laufe eines Jahres an alle Referate ausgerollt werden könnte, plant das Entwicklerteam, auf Ubuntu 12.04 zu wechseln, das bis 2017 mit Updates versorgt werden soll. Als Oberfläche soll dann KDE SC 4.8 verwendet werden. Diese ist optisch allerdings an KDE 3.5 angepasst, was den Angestellten der Stadt den Wechsel erleichtern soll. Ebenso steht ein Wechsel von Openoffice.org zu Libreoffice auf allen 15.000 Arbeitsplätzen an. Mit dem neuen Client könnte eventuell Libreoffice 4.0 an die Nutzer verteilt werden.

Community-Strategie fehlt

Zwar steht die selbst erstellte Formularverwaltung Wollmux unter einer freien Lizenz, die Stadt hat sogar einen Github-Account, eine offizielle Strategie für den Umgang der Stadt mit Eigenentwicklungen fehlt jedoch bislang. Ebenso ist das Verhältnis zu Upstream- und Community-Projekten nicht eindeutig geklärt.

Aus der IT der Stadtverwaltung heraus wurden etwa kleine Funktionen in Libreoffice für die Unterstützung für Microsofts Office Open XML umgesetzt, um die Kommunikation mit EU-Behörden zu verbessern. Derartiges geschieht aber oft nicht durch eine aktive Projektteilnahme, sondern durch das Einreichen fertiger Patches im Bugtracker des Projekts.

Ebenso wäre es leicht möglich, intern gepackte Software der Allgemeinheit über ein eigenes Repository zur Verfügung zu stellen, sofern die Lizenz der Software dies zulässt. So setzt Limux zum Beispiel die Extended-Support-Releases von Mozilla ein, die unter Ubuntu aber nicht als Paket zur Verfügung stehen.

Noch sei die Umstellung nicht vollständig abgeschlossen, sagte Hofmann. Zwar laufe das Projekt im Oktober 2013 aus, es seien aber darüber hinaus noch weitere Änderungen an den Fachverfahren nötig. Außerdem müssten weitere Server umgestellt und einige noch fehlende Werkzeuge entwickelt werden. Damit das Limux-Projekt nachhaltig bleibe, werde dazu eine klare Open-Source-Strategie formuliert, etwa für den Umgang mit der Community.

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 München: Limux bleibt technisch anspruchsvoll
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WolfgangS 28. Mai 2013

nein, die Aussage auf der Münchener Seite unterschied. 10-20% werden nicht umgesetzt. Zu...

Casandro 25. Mai 2013

Es ist der Umstieg von einer total vermurksten IT, die sogar weitgehend auf VBA läuft auf...

SaSi 25. Mai 2013

Weit aus dem Fenster gelehnt? -> der, welcher es konfiguriert sitzt vor seinem...

oSu. 25. Mai 2013

Klingt so also wäre er der perfekte Chrome OS Benutzer. Ein Win 8 Rechner ist auf jeden...



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