Abo
  • Services:

Kompliziertes Test- und Updatesystem

Die Zusammenarbeit zwischen den Referaten und dem zentralen IT-Dienstleister ist noch nicht perfekt. Vor allem bei Tests an dem Basis-Client führe die komplexe Struktur noch zu Verzögerungen, sagte Kreyss. Denn die vom zentralen Dienstleister erstellte Version wird erst intern getestet, dann an die Referate übergeben, die wiederum ihre Fachverfahren gegen den neuen Client testen.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Berlin
  2. OKI EUROPE LIMITED, Branch Office Düsseldorf, Düsseldorf

Dabei auftretende Fehler müssen natürlich erst beseitigt werden, bevor eine neue Version des Basis-Clients allen Referaten zur Verfügung gestellt werden kann. Zum Beispiel sei es möglich, dass ein webbasiertes Fachverfahren nicht mit der aktuellen Browserversion kompatibel sei und daher ebenfalls aktualisiert werden müsste.

"Einfach ein Update anzubieten und alle zu bitten, die Software zu aktualisieren, funktioniert bei uns einfach nicht", sagte ein Projektbeteiligter, der nicht genannt werden will, Golem.de. Das werde von Unbeteiligten oft nicht verstanden.

Die Aufteilung birgt für Kreyss aber auch Positives. Weil einzelne Referate bereits behobene Fehler oder umgesetzte Nutzerwünsche melden, hat die zentrale IT gute Argumente, Updates des Clients in allen Referaten schneller durchzusetzen.

Geplante Softwareupdates

Diese komplexe Dynamik bei der Entwicklung ist der Grund dafür, dass die eingesetzte Software für Außenstehende oft etwas antiquiert wirkt. So basiert die aktuelle Version 4.0 des Clients auf Ubuntu 10.04 alias Lucid Lynx. Als grafische Oberfläche kommt nach wie vor KDE 3.5 zum Einsatz.

Für die neue Version, die im Laufe eines Jahres an alle Referate ausgerollt werden könnte, plant das Entwicklerteam, auf Ubuntu 12.04 zu wechseln, das bis 2017 mit Updates versorgt werden soll. Als Oberfläche soll dann KDE SC 4.8 verwendet werden. Diese ist optisch allerdings an KDE 3.5 angepasst, was den Angestellten der Stadt den Wechsel erleichtern soll. Ebenso steht ein Wechsel von Openoffice.org zu Libreoffice auf allen 15.000 Arbeitsplätzen an. Mit dem neuen Client könnte eventuell Libreoffice 4.0 an die Nutzer verteilt werden.

Community-Strategie fehlt

Zwar steht die selbst erstellte Formularverwaltung Wollmux unter einer freien Lizenz, die Stadt hat sogar einen Github-Account, eine offizielle Strategie für den Umgang der Stadt mit Eigenentwicklungen fehlt jedoch bislang. Ebenso ist das Verhältnis zu Upstream- und Community-Projekten nicht eindeutig geklärt.

Aus der IT der Stadtverwaltung heraus wurden etwa kleine Funktionen in Libreoffice für die Unterstützung für Microsofts Office Open XML umgesetzt, um die Kommunikation mit EU-Behörden zu verbessern. Derartiges geschieht aber oft nicht durch eine aktive Projektteilnahme, sondern durch das Einreichen fertiger Patches im Bugtracker des Projekts.

Ebenso wäre es leicht möglich, intern gepackte Software der Allgemeinheit über ein eigenes Repository zur Verfügung zu stellen, sofern die Lizenz der Software dies zulässt. So setzt Limux zum Beispiel die Extended-Support-Releases von Mozilla ein, die unter Ubuntu aber nicht als Paket zur Verfügung stehen.

Noch sei die Umstellung nicht vollständig abgeschlossen, sagte Hofmann. Zwar laufe das Projekt im Oktober 2013 aus, es seien aber darüber hinaus noch weitere Änderungen an den Fachverfahren nötig. Außerdem müssten weitere Server umgestellt und einige noch fehlende Werkzeuge entwickelt werden. Damit das Limux-Projekt nachhaltig bleibe, werde dazu eine klare Open-Source-Strategie formuliert, etwa für den Umgang mit der Community.

 München: Limux bleibt technisch anspruchsvoll
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)

WolfgangS 28. Mai 2013

nein, die Aussage auf der Münchener Seite unterschied. 10-20% werden nicht umgesetzt. Zu...

Casandro 25. Mai 2013

Es ist der Umstieg von einer total vermurksten IT, die sogar weitgehend auf VBA läuft auf...

SaSi 25. Mai 2013

Weit aus dem Fenster gelehnt? -> der, welcher es konfiguriert sitzt vor seinem...

oSu. 25. Mai 2013

Klingt so also wäre er der perfekte Chrome OS Benutzer. Ein Win 8 Rechner ist auf jeden...

bstea 24. Mai 2013

Die Migrationentscheidung war entweder MS komplett oder OSS. Den Schuh muss sich Limux...


Folgen Sie uns
       


Nuraphone Kopfhörer- Test

Der Nuraphone bietet einen automatischen Hörtest, der den Frequenzgang des Kopfhörers je nach Nutzer unterschiedlich einstellt. Die Klangqualität des ungewöhnlichen Kopfhörers hat Golem.de im Test überzeugt.

Nuraphone Kopfhörer- Test Video aufrufen
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
Machine Learning
Wie Technik jede Stimme stehlen kann

Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
  2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
  3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
Von Michael Wieczorek

  1. Playstation Classic im Test Sony schlampt, aber Rettung naht

    •  /