Müde und unaufmerksam: Volvo schaut dem Fahrer in die Augen

Unaufmerksame Volvo-Fahrer sollen bald durch ihr Auto vor Unfällen geschützt werden. Möglich macht das ein in der Instrumententafel verankerter Sensor, der registriert, in welche Richtung der Fahrer blickt, wie weit seine Augen geöffnet sind und wie er den Kopf hält. Dann vergrößert das Auto vorsorglich den Abstand zum vorausfahrenden Verkehr und ermahnt den Fahrer. Vor Sekundenschlaf soll die Technik ebenfalls warnen können.



"Der Fahrer kann sich dadurch noch mehr auf sein Fahrzeug verlassen: Er weiß, dass das Auto ihm im Notfall helfen wird" , erklärt Per Landfors, Ingenieur bei Volvo Cars und Projektleiter für Fahrer-Assistenzfunktionen. "Denn mit Hilfe des neuen Sensors können die Sicherheitssysteme noch wirkungsvoller arbeiten" , so Landfors weiter. "Ist der Fahrer konzentriert, können die Fahrer-Assistenzsysteme später aktiviert werden; ist die Aufmerksamkeit des Fahrers auf etwas anderes gerichtet, werden sie früher aktiv."
Die Technik basiert auf LEDs, die im Infrarotbereich und damit für den Menschen unsichtbar arbeiten. Sie tasten den Fahrer unmerklich ab. Theoretisch ist aus der Erkennung der Blickrichtung des Fahrers auch eine Komfortfunktion möglich, meint Volvo. So könnte die Innen- und Außenbeleuchtung der Blickrichtung des Fahrers angepasst werden. Weil der Sensor die Person hinter dem Lenkrad erkennt, könnten auch die Sitze entsprechend eingestellt werden.
Das neue Assistenzsystem wird laut Volvo(öffnet im neuen Fenster) bereits in Testfahrzeugen erprobt. Wann es in Serie geht, ist derzeit noch nicht abzusehen.