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MUD1: Stanford-Uni erwirbt Rollenspiel aus den Siebzigern

Multi-User Dungeon gilt als eines der ersten Onlinerollenspiele überhaupt und ist nun von der Stanford-Uni erworben worden. Der Quellcode soll online bereitgestellt werden.
/ Sebastian Grüner
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MUD1-Telnet-Zugang von British-Legends (Bild: Screenshot: Golem.de)
MUD1-Telnet-Zugang von British-Legends Bild: Screenshot: Golem.de

Die Bibliothek der Stanford-Universität hat den Quellcode von MUD1 erworben(öffnet im neuen Fenster). Das Spiel wurde im Jahr 1978 von den damaligen Studenten Richard Bartle und Roy Trubshaw als Multi-User Dungeon(öffnet im neuen Fenster) an der Universität Essex geschrieben. Mit ihrer Erlaubnis ist es der Stanford-Uni nun möglich, den Quellcode von MUD 1 online bereitzustellen. Details dazu stehen aber noch aus.

Das Spiel basiert auf den Ideen verschiedener ähnlicher Adventures wie Colossal Cave Adventure oder Zork und ist, wie der Name verrät, für mehrere gleichzeitige Spieler gedacht. MUD lief im Netzwerk der Universität Essex, welches seit 1980 Teil des ARPANet gewesen ist. Deshalb gilt es als eines der ersten Online-Multiplayer-Spiele überhaupt. Mitte der achtziger Jahre lizenzierte der Onlinediensteanbieter Compuserve das Spiel für seine Kunden.

Konzeptuell ähnliche Spiele standen aber bereits auch schon früher in Computernetzwerken bereit, wie zum Beispiel Avatar(öffnet im neuen Fenster) im Plato-System der Universität Illinois. Sie alle vereint die rein textbasierte Spielweise, die mittlerweile durch spezielle Clients um Zusatzinformationen wie etwa eine Karte erweitert werden kann.

Das originale MUD beeinflusste darüber hinaus diverse weitere Spiele dieses Genres. So schrieb Alan Cox, der inzwischen am Linux-Kernel arbeitet, mit AberMUD(öffnet im neuen Fenster) das wohl erste Open-Source-Mud. Über die Webseite British-Legends.com(öffnet im neuen Fenster) lässt sich MUD1 per Java im Browser oder auch via Telnet spielen.

Wann der Quellcode von MUD1 über die Universität Stanford bereitgestellt, ist noch nicht bekannt. Details dazu sollen in den kommenden Wochen mitgeteilt werden.


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