Abo
  • Services:

MU-MIMO: Nächste Fritzboxen beschleunigen auch alte WLAN-Clients

Auf einer Fachmesse will AVM erstmals Übertragungen nach 802.11 ac Wave 2 vorführen. Nicht nur brandaktuelle WLAN-Clients können dann mit bis zu 3,5 GBit/s funken, das geänderte Übertragungsverfahren soll auch ältere Geräte beschleunigen.

Artikel veröffentlicht am ,
Beamforming, hier bei einem AP von Mimosa Networks
Beamforming, hier bei einem AP von Mimosa Networks (Bild: Mimosa Networks)

Auf dem Broadband World Forum, das vom 21. bis zum 23. Oktober 2014 in Amsterdam stattfindet, will AVM erstmals eine Fritzbox und zugehörige Clients mit dem neuen Standard 802.11 ac Wave 2 vorführen. Dies gab das Unternehmen vorab bekannt.

Stellenmarkt
  1. Kratzer EDV GmbH, München
  2. Bosch Gruppe, Abstatt

Dabei werden nicht nur die auf 160 MHz verbreiterten Funkkanäle genutzt, welche die zweite Welle des WLAN-Standards vorsieht. Zusätzlich kommt auch Multi-User-MIMO zum Einsatz, das kürzlich erst das US-Unternehmen Mimosa für Provider-WLAN angekündigt hatte. AVM will die Technik aber auch in Heimrouter der Serie Fritzbox integrieren. Dabei sollen Vorserienexemplare eines Qualcomm-Chipsatzes zum Einsatz kommen.

  • MU-MIMO soll auch bei einfachen Clients die Bandbreite fast verdreifachen. (Bild: AVM)
MU-MIMO soll auch bei einfachen Clients die Bandbreite fast verdreifachen. (Bild: AVM)

Mit MU-MIMO könnten per Beamforming gerichtete Funkströme an mehrere Clients gesendet werden, und das auch parallel. Bisher arbeiteten die verbreiteten WLAN-Standards nach einem zeitlich gestaffelten Verfahren, bei dem jeder Client nach dem anderen bedient wurde. MU-MIMO kann nun in einer 4x4-Konfiguration mit vier Antennen sowohl mehrere Datenströme an einen Client, als auch an mehrere zeitgleich senden.

Bei konkurrierenden Übertragungen, wenn also mehrere Clients gleichzeitig Daten empfangen, soll MU-MIMO laut AVM auch bei älteren Geräten eine Geschwindigkeitssteigerung geben. Das Unternehmen gibt hier einen bis zu 2,6 Mal höheren Durchsatz an. Solche Anwendungen sind auch in Privathaushalten keine Seltenheit mehr, eine der forderndsten Anwendungen ist Video-Streaming. Da die VoD-Dienste auch Abo-Pakete für mehrere Streams anbieten, ist die abendliche Nutzung von mehreren per WLAN angebundenen Tablets und SmartTVs in größeren Haushalten durchaus realistisch.

Die maximale Bandbreite erhöht sich mit Wave-2-Clients pro Stream durch die breiteren Kanäle zusätzlich auf 866 MBit/s gegenüber 433 MBit/s beim ersten 802.11 ac. Mit vier Streams sind dann also brutto 3464 MBit/s möglich, aber nur für einen Empfänger. Über eine Funktion namens Grouping soll Wave 2 aber auch erkennen, welche Bandbreite ein Client benötigt. Ob sich aber auch durch den Anwender beispielsweise für den Fernseher fest zwei Streams zuordnen lassen, ist noch nicht bekannt.

Da sich die Nettodatenrate bei WLAN-Verbindungen in der Regel halbiert, sollten sich so endlich echte Gigabit-Verbindungen per Funk auch in einiger Entfernung realisieren lassen. Die Probleme des inzwischen zunehmend belegten 5-GHz-Spektrums, in dem auch 802.11 ac Wave 2 arbeitet, löst das aber nicht. Noch immer können unter anderem nicht alle Router und Clients die höheren Kanäle nutzen.

Auf ein Software-Update älterer Fritzboxen darf man zudem auch nicht hoffen, denn Wave 2 erfordert neue Hardware. Ältere Clients bleiben aber kompatibel und sollten von der Parallelübertragung profitieren. Ebenso steht noch nicht fest, wann AVM seine neuen Router auf den Markt bringen will. Erfahrungsgemäß vergehen von der Vorführung neuer WLAN-Übertragung mit seriennahen Geräten bis zur Marktreife rund sechs Monate.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Window Silver für 99,90€ + Versand)
  2. 87,99€ + Versand (Vergleichspreis ca. 101€ + Versand)
  3. (u. a. Nokia 8 Sirocco für 349€ und HTC U12 Life Dual-SIM für 199€)
  4. (u. a. Onrush Day One Edition PS4/Xbox für 10€ und PUBG PS4 für 25€)

KritikerKritiker 18. Okt 2014

Eben, und bei denen, bei denen es nicht geht: Kanal ändern. Und die die es nicht...

ConiKost 17. Okt 2014

Meine Erfahrung war bisher in der Stadt, dass das 2.4GHz Band völlig überlaufen ist...

Anonymer Nutzer 17. Okt 2014

Meine Fritzbox hat theoretisch keine Probleme mit der hundertfachen Datenrate. In Zeiten...

ConiKost 17. Okt 2014

Hat jemand dazu Infos? Die jetzigen sind ja dann wohl Wave1, weil maximal 80MHz Bandbreite.


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy Watch Active - Hands on

Samsungs neue Smartwatch Galaxy Watch Active richtet sich an sportliche Nutzer. Auf eine drehbare Lünette wie bei den vorigen Modellen müssen Käufer aber verzichten.

Samsung Galaxy Watch Active - Hands on Video aufrufen
Varjo VR-Headset im Hands on: Schärfer geht Virtual Reality kaum
Varjo VR-Headset im Hands on
Schärfer geht Virtual Reality kaum

Das VR-Headset mit dem scharfen Sichtfeld ist fertig: Das Varjo VR-1 hat ein hochauflösendes zweites Display, das ins Blickzentrum des Nutzers gespiegelt wird. Zwar sind nicht alle geplanten Funktionen rechtzeitig fertig geworden, die erreichte Bildschärfe und das Eyetracking sind aber beeindruckend - wie auch der Preis.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Und täglich grüßt das Murmeltier Sony bringt VR-Spiel zu Kultfilm mit Bill Murray
  2. Steam Hardware Virtual Reality wächst langsam - aber stetig
  3. AntVR Stirnband soll Motion Sickness in VR verhindern

Honor Magic 2 im Test: Die Smartphone-Revolution ist aufgeschoben
Honor Magic 2 im Test
Die Smartphone-Revolution ist aufgeschoben

Ein Smartphone, dessen vordere Seite vollständig vom Display ausgefüllt wird: Diesem Ideal kommt Honor mit dem Magic 2 schon ziemlich nahe. Nicht mit Magie, sondern mit Hilfe eines Slider-Mechanismus. Honor verschenkt beim Magic 2 aber viel Potenzial, wie der Test zeigt.
Ein Test von Tobias Czullay

  1. Honor Neues Magic 2 mit Slider und ohne Notch vorgestellt
  2. Huawei Neues Honor 8X kostet 250 Euro
  3. Honor 10 vs. Oneplus 6 Oberklasse ab 400 Euro

WD Black SN750 ausprobiert: Direkt hinter Samsungs SSDs
WD Black SN750 ausprobiert
Direkt hinter Samsungs SSDs

Mit den WD Black SN750 liefert Western Digital technisch wie preislich attraktive NVMe-SSDs. Es sind die kleinen Details, welche die SN750 zwar sehr gut, aber eben nicht besser als die Samsung-Konkurrenz machen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. WD Black SN750 Leicht optimierte NVMe-SSD mit 2 TByte
  2. Ultrastar DC ME200 Western Digital baut PCIe-Arbeitsspeicher mit 4 TByte
  3. Western Digital My-Cloud-Lücke soll nach 1,5 Jahren geschlossen werden

    •  /