Mtgox: Polizei ermittelt wegen Diebstahls
Das Tokio Metropolitan Police Department wird offiziell wegen des Bitcoin-Diebstahls bei der insolventen Börse Mtgox ermitteln. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Im Februar 2014 hatte die Börse den Verlust von 850.000 Bitcoins im damaligen Wert von fast einer halbe Milliarde US-Dollar gemeldet. Die japanische Polizei ermittelt hingegen gegen Unbekannt wegen fehlender 27.000 Bitcoins. Zwischenzeitlich stöberten Mitarbeiter von Mtgox 200.000 Einheiten der Kryptowährung wieder auf .
Den Verlust der Bitcoins hatte Mtgox auf Hackerangriffe zurückgeführt. Diese hätten eine Schwachstelle in Bitcoin-Transaktions-IDs, die sogenannte Transaction Malleability, genutzt, um die virtuelle Währung zu entwenden. Die Polizei in Tokio gehe davon aus, dass kriminelle Aktivitäten hinter dem Verlust von Teilen des Mtgox-Vermögens stecken.
Derweil hat der Insolvenzverwalter die Veröffentlichung des finalen Berichts zu seiner Untersuchung auf November 2014 verschoben. Er brauche wegen der "Einzigartigkeit des Falles" mehr Zeit.
Mtgox hatte kurz vor seiner Insolvenz von einem massiven Diebstahl über Monate hinweg berichtet. Offenbar blieb die Schwachstelle, die bei anderen Bitcoin-Börsen schnell behoben wurde, bei Mtgox monatelang unerkannt. Das belegen interne Dokumente, die Ende Februar 2014 an die Öffentlichkeit gelangten . Anonyme Quellen von Mtgox berichten von Cold-Wallets, die auf USB-Sticks gespeichert oder auf Papier ausgedruckt in Bankschließfächern lagern. Die Führung der Bitcoin-Börse wurde bereits mehrfach wegen ihrer chaotischen Buchführung kritisiert.
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