MTCast für Android: Mediathek-Cast-App kehrt nicht in den Play Store zurück

Zu wenig Auskunft: Dieses Problem plagt so manchen Entwickler, wenn die eigene App von Google gesperrt wird. Dieses Schicksal ereilte auch die Mediathek-Cast-App, die wohl nicht wieder im Play Store erscheinen wird. Der Entwickler vermutet, dass das an Urheberrechtsfragen hängt.

Artikel veröffentlicht am ,
MTCast für Android
MTCast für Android (Bild: Sofalabor)

MTCast ist der neue Name der Android-App Mediathek Cast - aber in den Play Store darf sie trotzdem nicht. Mediathek Cast erschien Anfang März 2014 anlässlich der Markteinführung von Googles Streaming-Stick Chromecast. Mit der App lassen sich die Inhalte aus den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender über den Chromecast abspielen.

App-Sperrung nach neun Monaten

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer (m/w/d) im Bereich Content Management Systeme
    Volkswagen Financial Services AG, Berlin
  2. Senior Data Scientist (m/w/d)
    Heraeus Consulting & IT Solutions GmbH, Hanau
Detailsuche

Anfang Dezember 2014 hatte Google die App aus dem Play Store dann überraschend verbannt. Der Entwickler Markus Fricke erhielt nur die Information, dass die App wegen Urheberrechtsverletzungen nicht mehr gelistet sei. Eine nähere Begründung habe Google auf Nachfrage nicht genannt, berichtet Fricke Golem.de. Dann ging das Detektivspiel los, und er versuchte herauszubekommen, wie es dazu kam.

Dazu erkundigte sich Fricke bei den fraglichen Fernsehsendern, die sich alle sehr kooperativ gezeigt hätten. Sie versicherten, dass sie mit der Sperrung nichts zu tun hätten. Zudem sagten die Sender dem Entwickler zu, dass sie die App tolerieren würden. Allerdings könnten sie ihm keine offizielle Autorisierung dafür erteilen, dass er die Mediatheken-Inhalte über seine App wiedergeben dürfe.

Umbenennung und Veränderungen an der App halfen nicht

Um möglichen Urheberrechtsproblemen entgegen zu wirken, wurde die Mediathek-Cast-App umbenannt und unter der Bezeichnung MTCast sowie mit einigen Überarbeitungen wieder in den Play Store eingestellt. Dazu wurden alle Senderlogos aus der App entfernt, und Fricke hat deutlicher als bisher darauf hingewiesen, dass die App Webseiten und keine eigenständigen Inhalte verwendet. Das half aber nichts, die neue App soll Google innerhalb von 5 Minuten abgelehnt haben.

Golem Karrierewelt
  1. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    13./14.09.2022, virtuell
  2. IT-Grundschutz-Praktiker mit Zertifikat: Drei-Tage-Workshop
    04.-06.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Dagegen hatte der MTCast-Entwickler Einspruch eingelegt und um eine Begründung gebeten. Daraufhin wurde er gebeten, nachprüfbare Belege einzureichen, dass seine App autorisiert sei. Fricke vermutet, dass Google eine explizite Erlaubnis verlange, dass die Inhalte in der App genutzt werden dürfen.

Google äußert sich dazu nicht

Genau dies könne er aber nicht leisten, weil die Fernsehsender keine solchen Genehmigungen erteilten. Der Entwickler gehe daher davon aus, dass er seine App nicht mehr über Googles Play Store anbieten könne. Golem.de hat sich nach weiteren Hintergründen zu dem Vorfall bei Google erkundigt, aber das Unternehmen äußert sich generell zu solchen Fragen nicht.

Fricke habe sich dazu entschlossen, die MTCast-App über seine Webseite als APK-Datei zum Herunterladen bereitzustellen. Nutzer können die App also bei Bedarf weiterhin nutzen. Bisher hat sich Fricke nach eigener Aussage noch nicht damit beschäftig, ob er seine App in Amazons App-Shop anbieten wird. Damit könnte die Installation der App etwas komfortabler für die Nutzer werden, sofern sie die betreffende Amazon-App installiert haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


berritorre 12. Mär 2015

Offensichtlich wurde hier mitgelesen. Gestern abend sah das bei mir noch so aus: http...

Schnarchnase 12. Mär 2015

Gesunder Menschenverstand reicht. Den sollte man einfach mal ab und zu benutzen.

Schnarchnase 12. Mär 2015

Es geht nicht darum den Store deinstallieren zu wollen, sondern dass die Software dort...

Anonymer Nutzer 12. Mär 2015

Na wen wohl? Natürlich den Entwickler der die Urheberrechtsverletzung begangen hat...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Layouten mit LaTex
Setzt du noch oder gestaltest du schon?

LaTex bietet viele Möglichkeiten, Briefe durch Schriftarten, Buchstabenbreiten und spezielle Kopf- und Fußzeilen besonders aussehen zu lassen.
Eine Anleitung von Uwe Ziegenhagen

Layouten mit LaTex: Setzt du noch oder gestaltest du schon?
Artikel
  1. Saudi Aramco legt zu: Apple nicht mehr wertvollstes Unternehmen
    Saudi Aramco legt zu
    Apple nicht mehr wertvollstes Unternehmen

    Der iPhone-Konzern verliert seine Spitzenposition bei der Marktkapitalisierung, Europa fehlt in den Top 10 und SAP fällt aus den Top 100.

  2. Wissenschaft: LHC hat drei neue exotische Teilchen entdeckt
    Wissenschaft
    LHC hat drei neue exotische Teilchen entdeckt

    Der sogenannte Teilchenzoo der Physik ist noch größer geworden. Die Wissenschaft hofft auf Bestätigung der Modelle zu deren internen Aufbau.

  3. Superior Continuous Torque: E-Motor von Mahle für Dauerbetrieb unter Stress
    Superior Continuous Torque
    E-Motor von Mahle für Dauerbetrieb unter Stress

    Mahle hat einen neuen Auto-Elektromotor entwickelt, der unbegrenzt lange unter hoher Last betrieben werden kann. Dies wird durch ein neues Kühlkonzept im Motor erreicht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • EVGA RTX 3090 24G günstig wie nie: 1.649€ • MindStar (MSI RTX 3060 429€, MSI Optix 31,5“ WQHD 165Hz 369€) • Samsung QLED 85" günstig wie nie: 1.732,72€ • Alternate (Tower-Gehäuse & CPU-Kühler v. Raijintek) • Der beste 2.000€-Gaming-PC • LG TV 65" 120Hz -56% [Werbung]
    •  /