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MST von Club 3D: Drei Monitore an einem Displayport des PC

Mit dem neuen "Multi Stream Transport" (MST) von Club 3D lassen sich über einen Displayport eines PCs drei Monitore ansteuern, auch in verschiedenen Auflösungen. Das Gerät ist der erste derartige Hub, obwohl die Funktion seit Jahren vorgesehen ist.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Nico Ernst
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Der MST als erster Displayport-Hub (Bild: Club 3D)
Der MST als erster Displayport-Hub Bild: Club 3D

Ende April 2013 will Club 3D seinen "Multi Stream Transport" (MST) für rund 120 Euro ausliefern. Das Gerät ist ein Displayport-Hub, der die Signale eines einzelnen Displayports auf drei Monitore verteilen kann. Das ist möglich, weil ein Displayport in Version 1.2 – und die ist auch Voraussetzung für den Betrieb des MST – vier Links unterstützt.

Auch die Daisy-Chain-Funktion , die zum Beispiel einige neue Dell-Monitore unterstützen, arbeitet mit einem Displayport-Hub. Dabei wird ein zweiter Monitor an den ersten angeschlossen, so dass nur ein Kabel vom PC zum ersten Monitor führen muss. Bisher gab es die Hubs aber nicht als externe Geräte, der MST ist das erste dieser Art. Bereits im Oktober 2010 hatte AMD mit seinen Grafikkarten der Serie Radeon HD 6800 Unterstützung für die Hub-Funktion von Displayports angekündigt.

Wenn die an den MST angeschlossenen Displays auch Displayport 1.2 unterstützen, können sie Auflösungen bis zu 2.560 x 1.600 Pixeln erreichen. Mit Displayport 1.1 sind laut Club 3D immerhin noch 1.920 x 1.080 Pixel möglich. Der Ausgang des PCs muss jedoch immer der Version 1.2 der Schnittstelle entsprechen. Auch ein Mischbetrieb mit Monitoren verschiedener Auflösung ist verfügbar.

Club 3D zeigt Multistream Transport Hub mit drei Displays
Club 3D zeigt Multistream Transport Hub mit drei Displays (04:44)

Ebenso lassen sich mit entsprechenden Adaptern Displays über HDMI, DVI oder VGA ansteuern. Diese Adapter gibt es in aktiven und passiven Ausführungen, nicht alle Grafikkarten arbeiten mit den billigeren passiven Adaptern. Auf die Karte kommt es dabei an, auch wenn der Hub zwischengeschaltet ist, denn ihre Signale müssen mit den passiven Adaptern harmonieren. Wenn über Adapter DVI-Monitore mit mehr 1.920 x 1.200 Pixeln an den Hub angeschlossen werden sollen, ist Dual-Link-DVI nötig. Das unterstützt der MST Club 3D zufolge mit zwei Displays, ein dritter hochauflösender Monitor kann dann noch per Displayport angeschlossen werden.

Für den PC stellen sich die drei am Hub angeschlossenen Monitore wie einzelne Geräte dar, daher kann auch ihre Ausrichtung und Auflösung frei eingestellt werden. Ein Betrieb mit AMDs Eyefinity ist möglich, dann werden auch Vollbildanwendungen wie Spiele auf einer durchgehenden Bildschirmfläche angezeigt. Ob das auch mit Nvidias ähnlicher Surround-Funktion klappt, gab Club 3D noch nicht an.

Mit zwei der Hubs lassen sich auch mit Grafikkarten mit weniger Anschlüssen bis zu sechs Displays nutzen. Besonders interessant wirkt aber der Einsatz des MST an einem aktuellen Notebook mit Displayport 1.2, weil so mit nur einem Kabel zum Mobilrechner drei Monitore angeschlossen werden können. Business-Notebooks stellen allerdings über ihre Docking-Stations manchmal auch mehr als zwei Monitoranschlüsse bereit.

Nachtrag vom 15. April 2013, 9:55 Uhr

Die Meldung wurde um ein von Club 3D erstelltes Video ergänzt. Darin führt das Unternehmen den MST vor und steuert insgesamt fünf Displays an. Drei werden per Displayport mit dem MST verbunden, zwei weitere über dieselbe Grafikkarte per DVI und HDMI. In dem Video gibt das Unternehmen auch an, dass beim Betrieb mit AMD-Grafikkarten keine aktiven Adapter nötig sein sollen. Ob das auch für Nvidia-Grafikkarten gilt, ist noch nicht bekannt.


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