MSN: Microsoft ersetzt Journalisten durch KI

Wählen Algorithmen künftig aus, welche Nachrichten auf der Startseite von Microsofts Browser Edge erscheinen?

Artikel veröffentlicht am ,
Alte MSN-Startseite: Journalisten suchten nach relevanten Geschichten.
Alte MSN-Startseite: Journalisten suchten nach relevanten Geschichten. (Bild: Scott Barbour/Getty Images)

Der US-Softwarekonzern Microsoft verkleinert das Team von Journalisten, die für die Nachrichtenplattformen Microsoft Network (MSN) und Microsoft News arbeiten. Künftig soll eine künstliche Intelligenz (KI) ihre Aufgabe übernehmen.

Stellenmarkt
  1. React Frontend Entwickler (m/w/d)
    Hays AG, Hamburg
  2. Ingenieur (m/w/d) Vernetzung Automotive
    STAR ELECTRONICS GmbH, Sindelfingen (Home-Office möglich)
Detailsuche

Microsoft arbeitet mit verschiedenen Medien zusammen und übernimmt deren Meldungen für MSN und in Nachrichten-Apps. Die Artikel erscheinen unter anderem auf der Startseite des Browsers Edge. Aufgabe der Journalisten ist es, Texte auszuwählen, passende Überschriften zu verfassen und die Texte mit Bildern illustrieren.

Bei der Auswahl geht es darum, relevante Geschichten auch in weniger bekannten Medien zu finden, sowie darum, Unglaubwürdiges herauszufiltern. Diese Aufgaben soll in Zukunft eine KI erledigen. Eigene Texte schreiben die Journalisten nicht.

Rund 80 Journalisten verlieren ihren Job

Von der Maßnahme betroffen sind etwa 80 Journalisten, nach Angaben der US-Tageszeitung Seattle Times etwa 50 in den USA. Zusätzlich verlieren laut einem Bericht der britischen Tageszeitung The Guardian 27 Personen in Großbritannien ihre Arbeit. Die Betroffenen arbeiteten nicht bei Microsoft selbst. Die britischen Mitarbeiter etwa waren bei der Nachrichtenagentur PA Media angestellt. Microsoft hat ein eigenes Journalismusteam, das nicht von den Entlassungen betroffen ist.

Golem Akademie
  1. Mobile Device Management mit Microsoft Intune
    22.-23. November 2021, online
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator
    13.-16. Dezember 2021, online
  3. PowerShell Praxisworkshop
    20.-23. Dezember 2021, online
Weitere IT-Trainings

"Wie jedes Unternehmen bewerten auch wir regelmäßig unser Geschäft. Dies kann an manchen Stellen zu erhöhten Investitionen und gelegentlich zu einer Neuausrichtung an anderen führen", teilte Microsoft mit. Die Entscheidung stehe nicht im Zusammenhang mit der aktuellen Covid-19-Pandemie.

KI wird schon länger im Journalismus eingesetzt. So verfassen Algorithmen beispielsweise Sport- und Finanzberichte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Nigcra 01. Jun 2020

Ich dachte immer MSN wäre so eine computergenerierte Vorlade/Spamseite, die verhindern...

BLi8819 01. Jun 2020

Wieso sollte man News von Toten filtern?

Anonymer Nutzer 01. Jun 2020

Da hast du recht, aber das Problem der Überadaption ist dennoch ein Problem. Jeder...

Oh je 01. Jun 2020

und die beiden könnten viel Spass miteinander haben und der Rest der Welt bleibt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
New World im Test
Amazon liefert ordentlich Abenteuer

Konkurrenz für World of Warcraft und Final Fantasy 14: Amazon Games macht mit dem PC-MMORPG New World momentan vor allem Sammler glücklich.
Von Peter Steinlechner

New World im Test: Amazon liefert ordentlich Abenteuer
Artikel
  1. Nasa: Sonde Lucy erfolgreich zu Jupiter-Asteroiden gestartet
    Nasa
    Sonde Lucy erfolgreich zu Jupiter-Asteroiden gestartet

    Erstmals sollen Asteroiden in der Umlaufbahn des Jupiter untersucht werden. Der Start der Raumsonde Lucy ist laut Nasa geglückt.

  2. Pornoplattform: Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben
    Pornoplattform
    Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben

    Xhamster ist und bleibt Heimat für zahlreiche rechtswidrige Inhalte. Doch ohne zu wissen, wer profitiert, wusste man bisher auch nicht, wer verantwortlich ist.

  3. Whatsapp: Vater bekommt wegen eines Nacktfotos Ärger mit Polizei
    Whatsapp
    Vater bekommt wegen eines Nacktfotos Ärger mit Polizei

    Ein Vater nutzte ein 15 Jahre altes Nacktfoto seines Sohnes als Statusfoto bei Whatsapp. Nun läuft ein Kinderpornografie-Verfahren.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 40€ Rabatt auf Samsung-SSDs • ADATA XPG Spectrix D55 16-GB-Kit 3200 56,61€ • Crucial P5 Plus 1 TB 129,99€ • Kingston NV1 500 GB 35,99€ • Creative Sound BlasterX G5 89,99€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 248,99€) • Gamesplanet Anniv. Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /