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MS Open Tech: Microsoft integriert Open-Source-Tochterunternehmen

Die auf Open-Source-Software spezialisierte Tochter von Microsoft wird wieder in den Hauptkonzern eingegliedert, wie deren Leiter Jean Paoli bekanntgibt. Sämtliche Mitarbeiter sollen von den Open-Source-Erfahrungen profitieren und diese soweit möglich auch umsetzen.
/ Sebastian Grüner
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Jean Paoli - Mitautor des XML-Standards und Chef von Microsoft Open Technologies (Bild: Microsoft)
Jean Paoli - Mitautor des XML-Standards und Chef von Microsoft Open Technologies Bild: Microsoft

Das vor drei Jahren gegründete Tochterunternehmen Microsoft Open Technologies (MS Open Tech) wird wieder in den Hauptkonzern eingegliedert, wie der Leiter Jean Paoli bekanntgibt(öffnet im neuen Fenster) . Die Wiedereingliederung soll demnach Microsoft dabei helfen, sein Engagement bei Open-Source-Software und offenen Standards weiter zu verstärken.

Ursprünglich ist MS Open Tech als eigene Firma aufgebaut worden, um die Interaktion mit Open-Source-Projekten zu vereinfachen. Zusätzlich zu der Arbeit in Standardgremien an HTTP 2.0 oder HTML5-Techniken wie WebRTC vereinfachte das Tochterunternehmen zum Beispiel aber auch die Verwendung von Linux in der Cloud-Umgebung Azure und erstellte eigene Software.

Mittlerweile sind die Entwickler von Microsoft an fast 2.000 Open-Source-Projekten beteiligt. Das Unternehmen erstellt selbst quelloffene Software für andere Plattformen und pflegt mit dem neuen .Net oder auch Typescript gar eigene Open-Source-Gemeinschaften. Von den dabei gesammelten Erfahrungen sollen nun noch mehr Angestellte des Unternehmens profitieren.

Microsoft will noch mehr Open Source

Das bisherige Team von MS Open Tech soll künftig bei der Zusammenarbeit mit Open-Source-Projekten im gesamten Unternehmen beraten. Darüber hinaus sollen Mittel bereitgestellt werden, so dass die Programmierer noch stärker zu den offenen Gemeinschaften beitragen oder weitere Software von Microsoft als Open Source veröffentlichen und aktive Communitys pflegen.

Microsoft trennt sich seit Jahren immer stärker von der Philosophie, ausschließlich proprietäre Software zu erstellen und bietet etwa wie bei .Net auch grundlegende Komponenten quelloffen an. Der leitende Entwickler Mark Russinovich sagte vor wenigen Wochen auf einer Konferenz, dass sogar die Freigabe des Windows-Codes möglich wäre. Auch wenn dies zumindest mittelfristig als nicht sehr wahrscheinlich zu betrachten ist, zeugt diese Aussage doch von einem klaren Umdenken beim Microsoft-Management.


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