MS Flight Simulator angespielt: Airbus 320neo mit Tastatur gesteuert

Wie fliegt sich der Airbus 320neo? Golem.de hat es am PC ausprobiert - und von den Entwicklern mehr über den Flight Simulator erfahren.

Artikel von veröffentlicht am
Der von Golem.de gesteuerte A320neo
Der von Golem.de gesteuerte A320neo (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Der Bordcomputer ist von unseren Flugkünsten nicht begeistert. Mit schnarrender Stimme warnt uns das System immer wieder: "Overspeed - Overspeed - Overspeed ...". Dabei haben wir den Start unseres Airbus 320neo wenige Minuten zuvor ganz gut hinbekommen, und nach kurzem Stöbern in der Datenbank mit den Tastaturbefehlen auch den richtigen Key zum Einklappen des Fahrwerks (g, für Gear) gefunden und gedrückt.

Inhalt:
  1. MS Flight Simulator angespielt: Airbus 320neo mit Tastatur gesteuert
  2. MS Fight Simulator: Verfügbarkeit und Ersteindruck

Aber jetzt haben wir Probleme, die anvisierte Reiseflughöhe von rund 32.000 Fuß in unserer Vorabversion des Flight Simulator von Microsoft zu erreichen. Obwohl die Einstellung des Höhenruders stimmt und wir die Geschwindigkeit mit F3 immer weiter erhöht haben, zieht die Nase ständig nach unten. Dazu kommt noch die Warnung vor "Overspeed" ... Was ist da los?

Um die Sache abzukürzen: Wir haben keine Ahnung, mit welchen Geschwindigkeiten und welchen Einstellungen für das Seitenruder ein professioneller Pilot seinen Airbus auf die gewünschte Höhe bringt. Das zu wissen, gehört zum Training der Profis, und nach vielen Stunden wissen hoffentlich auch wir das in der Simulation.

Abheben mit Airbus

Wir probieren trotzdem aus, ob wir nach ein paar Flugstunden in der Cessna auch einen der ganz großen Vögel starten und wenigstens halbwegs sicher in der Luft halten können. Das klappt - trotz "Overspeed" - besser als erwartet.

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Tatsächlich fliegt sich der Airbus grundsätzlich sogar einfacher als das Kleinflugzeug. Bei dem mündet jede Betätigung der Klappen oder Ruder in glaubwürdig simulierte Schlinger- und Wellenbewegungen, bei denen wir im echten Leben rasch zur Kotztüte greifen müssten.

Das luftige Schlingern und Hüpfen liegt allerdings auch daran, dass wir ausprobieren, wie sich die Flugzeuge mit Tastatur und Maus steuern lassen. Die Maus benötigen wir dann doch nicht, sondern erteilen alle Befehle mit dem Keyboard - was ganz gut klappt. Das Höhenruder (Nase hoch oder runter) etwa steuern wir mit der 2 und der 8 am Nummernblock, die Querruder (Kurve links oder rechts) mit der 4 und der 6.

Damit haben wir einige der wichtigeren Flugbewegungen im Griff - nach ein paar Minuten geht das wirklich gut von der Hand. Allerdings: Wenn wir per Höhenruder dauerhaft steigen wollen, müssen wir die 2 dauerhaft immer wieder vorsichtig antippen. Mit einem Joystick würden wir den Hebel leicht nach hinten ziehen und dann halten, was wesentlich präziser und komfortabler geht.

Microsoft Flight Simulator Standard Edition | Digitaler Code für PC und Xbox Series X|S

Trotzdem sind wir mit der Steuerung per Tastatur fürs erste zufrieden. Gelernt haben wir sie im Tutorial, das die wichtigsten Elemente in acht Kapiteln erklärt - von der grundliegenden Bedienung über Starts und Landungen bis zum Navigieren. Die jeweiligen Schritte sind übrigens laut Beschreibung nur wenige Minuten kurz, wir haben aber alle mehrfach absolviert und waren dadurch ein paar Stunden beschäftigt.

  • Den Airbus 320neo haben wir am liebsten aus der Außenansicht gesteuert. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Cessna kurz vor dem Abheben im Tutorial. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Im Hangar-Menü sehen wir alle verfügbaren Flugzeuge. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Weltkarte zeigt Flughäfen - und Tag sowie Nacht auf dem Globus. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das Tutorial macht uns in acht Schritten zum Piloten. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Übersicht erklärt die wichigsten Instrumente. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • So sieht das Cockpit der Cessna vor dem Start aus. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die wichtigen Modi des Flight Simulator im Überblick (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Grafikoptionen erlauben viel Feintuning. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Den Airbus 320neo haben wir am liebsten aus der Außenansicht gesteuert. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Übrigens gibt sich das Programm auch sonst viel Mühe, uns nicht zu verschrecken. Der Flight Simulator ist zwar erkennbar für leidenschaftliche Computer- und Amateurflieger gemacht und dürfte auch Profis begeistern können. Aber die Menüs wirken übersichtlich und gut gestaltet, wir haben uns rasch zurechtgefunden.

Ein paar Details, die wir in der Praxis enorm hilfreich finden: In den Optionen mit der umfangreichen (konfigurierbaren) Tastatursteuerung können wir gezielt nach Stichwörtern suchen. Dazu kommt ein sehr gelungenes Klappmenü am oberen Bildschirmrand, das die wirklich wichtigen Funktionen enthält.

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MS Fight Simulator: Verfügbarkeit und Ersteindruck 
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blaulicht900 07. Aug 2020

Der Schubregler (THRUSTMASTER T.16000 M) läuft bei mir nicht flüssig bei kleinen...

DerCallidus 01. Aug 2020

Also ich bin da tatsächlich weniger optimistisch und erwarte keinen Flughafen. Überall...

McWiesel 31. Jul 2020

Wobei sowas halt immer mit Vorsicht zu genießen ist, da hier viele Daten wie gewünschte...

danh 30. Jul 2020

Trimmung bei einem Airbus? Ich würde mal erwarten, dass zumindest das Fly-By-Wire-System...

Volkhardt 30. Jul 2020

Jetzt also tatsächlich. Selbstgespräch nehme ich mal an. :)



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