MS 365: Microsoft entschuldigt sich für aggressive Office-Angebote

Microsoft entschuldigt sich mit einer Mitteilung an seine Kunden(öffnet im neuen Fenster) in Australien und Neuseeland für fehlende Informationen zu einer günstigeren Option für sein Microsoft-365-Abonnement.
Wie The Register berichtet(öffnet im neuen Fenster) , leitete die australische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde (Australian Competition and Consumer Commission, ACCC) Ende Oktober 2025 rechtliche Schritte gegen das Unternehmen ein.
In der Begründung dazu schrieb die ACC(öffnet im neuen Fenster) , dass die von Microsoft seinen Kunden zur Verfügung gestellten Informationen "falsch oder irreführend waren, da es eine nicht offengelegte dritte Option gab" . Microsoft verschwieg demnach die Microsoft 365 Personal- und Family-Classic-Pläne, mit denen die Nutzer die Funktionen ihrer bestehenden Abonnements ohne Copilot zum niedrigeren Preis hätten beibehalten können.
Preiserhöhung mit Copilot begründet
Bereits im Januar 2025 war aufgefallen, dass australische Kunden eine Preiserhöhung für Microsoft 365 umgehen konnten , wenn sie im Kundenportal eine Kündigung ihres Abonnements einleiteten. Daraufhin erschien die Option, ihr Classic-Produkt zu den bisherigen Konditionen beizubehalten. Microsoft hatte die Preiserhöhungen als notwendig bezeichnet und mit der Einführung der KI-Funktionen von Copilot begründet.
Der Konzern entschuldigte sich nun mit den Worten: "Im Nachhinein hätten wir die Verfügbarkeit eines nicht-KI-fähigen Angebots gegenüber den Abonnenten klarer kommunizieren können, nicht nur gegenüber denen, die sich für eine Kündigung ihres Abonnements entschieden haben" .
Kunden, die ein Downgrade wünschen, weil sie sich zu einem Upgrade auf ein teureres Produkt gedrängt fühlten, will Microsoft den Differenzbetrag zwischen den Abonnements mit und ohne Copilot erstatten.



