Technisch in einer anderen Liga

Nicht nur das Drehbuch, die Schauspieler und Hacking als Stilmittel machen Mr. Robot einzigartig. Die Serie hat einen visuellen Stil, den wir direkt wiedererkennen. Die Macher nutzen oft weniger konventionelle Kamerawinkel, filmen viel aus der Frosch- oder Vogelperspektive und zeigen Dialogteilnehmer von hinten oder in der Profilansicht. Selten ist die Kamera wirklich direkt auf die Darsteller gerichtet, was eine surreale Wirkung hat. Cineasten werden auch bekannte Kameramethoden wie den Dolly-Zoom wiedererkennen, bei dem die Kamera nach hinten fährt, während sie heranzoomt - Alfred Hitchcock lässt grüßen.

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Bildausschnitte sind ebenfalls sehr unkonventionell ausgewählt. Personen sind kaum zentral zu sehen. Stattdessen zeigt die Serie Kopf und Schulter meist in einem recht kleinen Ausschnitt an der Seite des Bildes, während der Hintergrund als Stilmittel prominent aufgenommen wird. Oft wandert unser Blick über die akribisch gestalteten Sets, von der uralten Arcade-Halle bis zur modern eingerichteten Wohnung. Dieser visuelle Stil zieht sich durch die gesamte Serie und zeugt von der Experimentierfreudigkeit der Macher, die allesamt Meister ihres Fachs sind.

Staunen ohne Schnitt

Zwei Folgen der Serie stechen dabei besonders heraus: In einer Episode schafft es das Team, die Illusion eines One-Takes über fast eine Stunde lang aufrechtzuerhalten. Dabei wird die gesamte Folge aus der Sicht eines Charakters gefilmt, ohne auch nur einen sichtbaren Schnitt durchzuführen. Natürlich gibt es hier einige Tricks - beispielsweise werden Standbilder von Schildern und unscharfe schnelle Kameraschwenks für versteckte Schnitte benutzt -, beeindruckend ist die Episode trotzdem. Dafür wurde ein ganzes Set gebaut, bei dem die Kamera teilweise über Räume, durch Glasscheiben und durch Gebäudewände geschwenkt wird.

In einer weiteren Folge wird über die gesamte Laufzeit bis auf einen einzigen Satz kein Wort gesprochen. Dass die Spannung komplett ohne Dialoge aufgebaut wird, zeugt wieder einmal von der Klasse der Autoren und Schauspieler. Begleitet wird das Geschehen von einem fantastischen Soundtrack aus klassischen Liedern und von auf Synthesizern erzeugten Elektromelodien. Ganz klar: Bei einer Serie mit dem Namen Mr. Robot darf da auch der namensgebende Klassiker Mr. Roboto von Styx nicht fehlen. Den hebt sich Esmail bis zur letzten Folge auf.

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Zum Schluss der 45 Episoden bleibt uns die Frage: Ist die Serie schon zu Ende? Unvollständig fühlt sie sich aber nicht an und wir können uns nach einer sehr guten und emotionalen letzten Folge nur bei Sam Esmail und seinem Team für fünf Jahre spannende Unterhaltung und für die realistische Darstellung von Hacking bedanken. Domo Arigato, Mr. Robot!

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 Mr. Robot rezensiert: Domo Arigato, Mr. Robot!
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Jonny Dee 29. Jan 2020

Genau. Und in Staffel 5 stellt sich dann raus, dass doch wieder alles nur geträumt...

crack_monkey 13. Jan 2020

Pauschalisieren hin oder her, Drogen jeglicher Form sind mist wenn sie Außerhalb von...

thecrew 07. Jan 2020

Ja sicher. Aber 23 ist schon noch anders. Da gehts zwar auch um Hacker aber eben nicht...

Ach 07. Jan 2020

Folgendes : Wenn man die klassische Erzählweise zu Grunde legt, mit ihrer klaren und im...

on(Golem.de) 07. Jan 2020

Hallo, absolut richtig, Sam Raimi hat die fantastische Evil-Dead-Reihe zu verantworten...



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