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MPEG-Video-Codec: Vodafone verbessert Technik für das Fernsehsignal

Vodafone verbessert seine Systeme zur Video-Transkodierung mit Technik von Harmonic und Appear-TV.
/ Achim Sawall
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Niederlassung von Vodafone (Bild: Ralph Orlowski/Getty Images)
Niederlassung von Vodafone Bild: Ralph Orlowski/Getty Images

Vodafone nutzt bei der Aufbereitung des Fernsehsignals in ein kabeltaugliches Signal neue Technologie zur Video-Transkodierung. Das gab der größte Kabelnetzbetreiber am 21. Juli 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Die neue Technik kommt in zwei Sendezentren zum Einsatz.

Grundlage ist ein softwarebasiertes System, das Kompressionsverfahren auf Basis der neuen Generation des MPEG-Video-Codecs zur Umwandlung nutzt. Wie Vodafone-Sprecher Helge Buchheister Golem.de auf Anfrage sagte, kommen Produkte von Harmonic und Appear-TV zum Einsatz. Die Plattform basiert auf einem Advanced Media Prozessor (Harmonic Electra), der SD-, HD- und UltraHD-Inhalte für Broadcast und OTT aufbereitet.

Aufgaben wie die Aufbereitung von speziellen Audio- oder Teletext-Signalen, die zuvor viele einzelne Geräte übernommen haben, werden nun alle über das neue Videosystem ausgeführt. Zweckgebundene Hardware wie Videokreuzschienen, SDI-Kabel, SDI-Decoder sowie Verteilerverstärker in den Technikräumen werden damit nicht mehr benötigt. Anstelle von 789 Einzelgeräten, die in 56 großen Server-Racks untergebracht waren, sind es nun nur noch 103 Einzelgeräte, die sich auf 13 Server-Racks verteilen. Zugleich wurden mehrere Kilometer Verbindungskabel eingespart.

Fünf große Sendezentren in der zweiten Netzebene

Zur Verbreitung des TV-Signals unterhält Vodafone in der zweiten Netzebene fünf große Sendezentren. Sie stehen in Frankfurt-Rödelheim, in München, in Kerpen bei Köln, in Stuttgart und in Mannheim und verteilen das Fernsehsignal für Deutschland. Die Sendezentren sind ringförmig miteinander verbunden, so dass ein störungsfreier Fernsehempfang auch dann möglich ist, wenn an einem Standort die Technik beeinträchtig sein sollte.

Im Dezember 2020 hatte Vodafone seinen zuvor nur gemieteten Technik-Standort in Kerpen aufgekauft und begonnen, zu einem zentralen Sendezentrum für die Verbreitung der Rundfunk- und TV-Signale im Vodafone-Kabelnetz umzurüsten. Im Außenbereich errichtet das Unternehmen sehr große Satellitenschüsseln zum Empfang von TV- und Radioprogrammen.


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