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Ob der H.265-Nachfolger noch für optische Medien genutzt werden wird, ist fraglich.
Ob der H.265-Nachfolger noch für optische Medien genutzt werden wird, ist fraglich. (Bild: mlange_b, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

MPEG: H.265-Nachfolger kann 30 bis 60 Prozent Verbesserung bringen

Ob der H.265-Nachfolger noch für optische Medien genutzt werden wird, ist fraglich.
Ob der H.265-Nachfolger noch für optische Medien genutzt werden wird, ist fraglich. (Bild: mlange_b, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Erste Experimente für den geplanten H.265-Nachfolger zeigen die erhofften Ergebnisse, allerdings nur bei deutlich gestiegener Komplexität. Der freie Code AV1 positioniert sich außerdem als qualitativ gleichwertige Konkurrenz zu H.265, wie sich auf der Rundfunkmesse IBC zeigt.

Seit Anfang diesen Jahres arbeiten die Moving Pictures Expert Group (MPEG) und die internationale Fernmeldeunion (ITU) an einem Nachfolger für den Videocodec HEVC alias H.265. Erste Ergebnisse der gemeinsamen Arbeitsgruppe Joint Video Exploration Team (JVET) zeigen, dass es für Videocodecs nach wie vor Potenzial zur deutlichen Verbesserung der Technik gibt.

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Jens-Rainer Ohm und Mathias Wien vom Institut für Nachrichtentechnik der RWTH Aachen haben die Ergebnisse auf der Rundfunkmesse IBC vorgestellt. In der dazugehörigen Arbeit (PDF) werden die Untersuchungen mit der experimentellen Technik, die vorerst "Joint Exploration Model" (JEM) heißt, detailliert dargestellt. Demnach seien bei gleichbleibender visueller Qualität die Bitraten von JEM typischerweise zwischen 35 und gar 60 Prozent geringer im Vergleich zu HEVC.

Dies entspricht ungefähr den Verbesserungsraten beim Wechsel von H.264, alias AVC, auf H.265. Wie üblich ist dies aber auch nur mit deutlich erhöhter Komplexität zu erreichen. So ist die Encoding-Laufzeit von JEM um das Zwölf- oder gar Sechzigfache höher als bei H.265, die Decoding-Zeit um das Zweieinhalb- oder gar Zehnfache.

Diese Werte beziehen sich ausschließlich auf die Software-Referenz-Implementierung. Spätere Optimierungen und vor allem eine mögliche Hardwarebeschleunigung sollten diese Werte aber deutlich reduzieren können. Noch sind die Arbeiten aber nicht so weit fortgeschritten. Bis Februar 2018 können Beteiligte noch Vorschläge für den neuen Codec einreichen, die erste stabile Version des Videocodecs soll dann im Herbst 2020 erscheinen.

Aktuelle Konkurrenz für H.265 

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Neuro-Chef 03. Okt 2017

Mit 8K und DVBT3 ;)

ikhaya 24. Sep 2017

Schön wenn Codecs in Hardware gegossen werden so dass die ohne größere Belastung der CPU...

DY 24. Sep 2017

Heißt das, das nicht mehr 70% für den Kopierschutz an Rechenzeit geopfert werden kann, da...

Sicaine 24. Sep 2017

Wenn ich einen 720p Beamer habe oder einen 1080p Beamer, streame ich keine 4k. Damit...

Mo3bius 23. Sep 2017

Schaut euch doch einfach mal die Gruppe um die "Alliance for Open Media" an. Da sind ARM...



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