Abo
  • IT-Karriere:

MPAA und RIAA: Film- und Musikbranche will Mega-Upload-Daten rekonstruieren

Die US-Film- und Musikindustrie will die verbliebenen Daten von Megaupload retten lassen. Einige Hoster haben noch Backups der Daten des Sharehosters.

Artikel veröffentlicht am ,
Kim Dotcom im Gericht
Kim Dotcom im Gericht (Bild: Dave Rowland/Getty Images News)

Die Verbände der US-Film- und Musikindustrie MPAA und RIAA wollen die Daten des Sharehosters Megaupload retten lassen. Das berichtet das Onlinemagazin Torrentfreak unter Berufung auf Prozessdokumente. Ein Bundesgericht in Virginia wurde angerufen, um den Erhalt und die Wiederherstellung der Daten anzuordnen.

Stellenmarkt
  1. HITS gGmbH, Heidelberg
  2. BWI GmbH, Stetten am kalten Markt

Die Motion Picture Association of America ist der Verband der sechs großen US-amerikanischen Filmstudios Paramount Pictures, Warner Bros., Sony Pictures Entertainment, Walt Disney Motion Pictures, Universal Studios und 20th Century Fox. Die Recording Industry Association of America ist der Verband der Musikindustrie in den USA. Wegen des Vorwurfs schwerer Urheberrechtsverletzungen war Megaupload auf Betreiben des US-Justizministeriums Anfang 2012 geschlossen worden. Dotcoms Villa wurde bei einer Polizeiaktion durchsucht, Rechner und Speicher wurden beschlagnahmt. Die US-Regierung wirft Dotcom unter anderem Geldwäsche, Erpressung und Betrug mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel vor.

150 Millionen US-Dollar durch Premiumzugänge

Im April 2014 verklagten die sechs Hollywood-Studios die ehemaligen Betreiber von Megaupload auf Schadensersatz. Megaupload habe durch den Verkauf von Premiumzugängen 150 Millionen US-Dollar und 25 Millionen US-Dollar durch Onlinewerbung verdient, erklärte die MPAA.

Megaupload hatte laut FBI-Darstellung zahlreiche Server in mehreren Rechenzentren betrieben. Allein beim US-Provider Carpathia Hosting soll Megaupload rund 25 Petabyte an Speicherplatz gemietet haben. Der Hoster hat laut FBI mehr als 1.000 Server für Megaupload in Nordamerika zur Verfügung gestellt, darunter 525 in Ashburn, Virginia. Zudem hatte Megaupload 36 Server bei dem Internetprovider Cogent Communications gemietet. In Europa hatte Megaupload mehr als 630 Server von Leaseweb in Rechenzentren in den Niederlanden, Belgien und Deutschland gemietet. Hinzu kämen 36 von Megaupload im Oktober 2011 gekaufte Server, die ebenfalls bei Leaseweb untergestellt waren.

Im Juni 2013 soll Leaseweb ohne Warnung alle Daten von Megaupload gelöscht haben. "Sie haben uns heute mitgeteilt, dass die Daten bereits am 1. Februar 2013 gelöscht wurden", schrieb Dotcom. Leaseweb hatte eine offizielle Stellungnahme abgegeben: Gelöscht worden seien Daten von 690 Servern von zumeist europäischen Nutzern mit einem PByte-Volumen. Dotcom sagte, er sei empört.

Cogent soll Backups der Originaldaten haben. Der Hoster hatte aber davor gewarnt, dass verschiedene Festplatten nicht mehr lesbar seien. Die Verbände wollen nun handeln, bevor es zu spät ist. Megaupload Anwalt Ira Rothken sagte Torrentfreak, dass seine Klienten auch wollten, dass die alten Festplatten erhalten bleiben. Man wende sich jedoch dagegen, dass nur die Industrieverbände Zugriff auf die Inhalte bekommen sollen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Call of Duty: Modern Warfare für 52,99€, Pillars of Eternity II für 16,99€, Devil May...
  2. 699,00€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. Aorus Pro für 219,90€, Aorus Pro WiFi für 229,90€, Aorus Elite für 189,90€)
  4. (u. a. Sandisk SSD Plus 1 TB für 88,00€, WD Elements 1,5-TB-HDD für 55,00€, Seagate Expansion...

alsomalwirklich 17. Mär 2017

"Megaupload Anwalt Ira Rothken sagte Torrentfreak, dass seine Klienten auch wollten, dass...

styler2go 16. Mär 2017

Footage ist eine bezeichnung für "Material"/"Aufnahmen".

MarioWario 16. Mär 2017

Post-Faktische Beweisführung einer Fake-Justiz des Deep-State :-) Wichtiger ist wohl die...

User_x 16. Mär 2017

wie wird eigentlich sichergestellt, dass an den "Beweisen" nicht manipuliert wurde?

EWCH 16. Mär 2017

im Sinne der Transparenz sollten alle Daten aus dem Prozess der Oeffentlichkeit...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 7T - Fazit

Das Oneplus 7T ist der Nachfolger des Oneplus 7 - und hat einige interessante Hardware-Upgrades bekommen. Im Test von Golem.de schneidet das Smartphone entsprechend gut ab.

Oneplus 7T - Fazit Video aufrufen
Vision 5 und Epos 2 im Hands on: Tolinos neue E-Book-Reader-Oberklasse ist gelungen
Vision 5 und Epos 2 im Hands on
Tolinos neue E-Book-Reader-Oberklasse ist gelungen

Die Tolino-Allianz bringt zwei neue E-Book-Reader der Oberklasse auf den Markt. Der Vision 5 hat ein 7 Zoll großes Display, beim besonders dünnen Epos 2 ist es ein 8-Zoll-Display. Es gibt typische Oberklasse-Ausstattung - und noch etwas mehr.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Tolino Page 2 Günstiger E-Book-Reader erhält Displaybeleuchtung

Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

Pixel 4 im Hands on: Neue Pixel mit Dualkamera und Radar-Gesten ab 750 Euro
Pixel 4 im Hands on
Neue Pixel mit Dualkamera und Radar-Gesten ab 750 Euro

Nach zahlreichen Leaks hat Google das Pixel 4 und das Pixel 4 XL offiziell vorgestellt: Die Smartphones haben erstmals eine Dualkamera - ein Radar-Chip soll zudem die Bedienung verändern. Im Kurztest hinterlassen beide einen guten ersten Eindruck.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Google Pixel 4 entsperrt auch bei geschlossenen Augen
  2. Live Captions Pixel 4 blendet auf dem Gerät erzeugte Untertitel ein
  3. Google Fotos Pixel 4 kommt ohne unbegrenzten unkomprimierten Fotospeicher

    •  /