MPAA und RIAA: Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv
Fast 500 Nutzerkonten des Sharehosters Megaupload gehörten zu den Film- und Musikindustrieverbänden MPAA und RIAA. Das berichtet das Onlinemagazin Torrentfreak(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Daten von Megaupload. Danach waren Beschäftigte der US-Filmbranchenorganisation MPAA (Motion Picture Association of America), der RIAA (Recording Industry Association of America) und ihrer Mitgliedsunternehmen Disney, Warner Bros., Paramount, 20th Century Fox, Universal Music Group, Sony und Warner Music registrierte Nutzer von Megaupload.
Insgesamt 490 Nutzerkonten ergab die Recherche von Torrentfreak aus der Gruppe, davon waren 181 zahlende Premiumnutzer. Zusammen lud die Nutzergruppe 16.455 Dateien mit einem Datenvolumen von insgesamt 2.097 GByte auf die Server von Megaupload.
Das Filmstudio Warner Bros. suchte im Januar 2009 laut einem E-Mail von Shelina S., Digital Marketing Coordinator bei Warner Bros., die Zusammenarbeit mit dem Megaupload-Betreiber, um dort Clips und Trailer anzubieten. Der Disney-Anwalt Gregg P. wandte sich im August 2008 an Megaupload, um dort Inhalte des Konzerns zu platzieren. Und Matt B., Director für Publisher Development des Fox Audience Networks, wollte im Februar 2009 bei Megaupload Werbung schalten.
Wegen des Vorwurfs schwerer Urheberrechtsverletzungen wurde Megaupload auf Betreiben des US-Justizministeriums Anfang 2012 geschlossen. Dotcom und vier seiner Mitarbeiter wurden verhaftet, sein Haus durchsucht, Rechner und Speicher beschlagnahmt.
Im April 2014 verklagten die sechs Hollywoodstudios 20th Century Fox, Disney, Paramount, Universal, Columbia Pictures und Warner Bros. Megaupload im US-Bundesstaat Virginia. Megaupload habe durch den Verkauf von Premium-Zugängen 150 Millionen US-Dollar und 25 Millionen US-Dollar durch Onlinewerbung verdient, so die MPAA.
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