Abo
  • IT-Karriere:

MPAA: Netflix wird Mitglied im Verband der großen Filmstudios

Mit Netflix ist erstmals ein Streaminganbieter Mitglied der Motion Picture Association of America (MPAA) geworden. Der Branchenverband besteht ansonsten aus den sechs großen Filmstudios.

Artikel veröffentlicht am ,
Netflix ist neues Mitglied in der MPAA.
Netflix ist neues Mitglied in der MPAA. (Bild: Alexandre Schneider/Getty Images for Netflix)

Die Motion Picture Association of America (MPAA) hat einen ungewöhnlichen Schritt getan. Erstmals wurde mit Netflix ein Streaminganbieter in den Interessenverband aufgenommen. Der globale Wirtschaftsverband vertritt die Interessen der Film- und Fernsehindustrie. Bisher bestand der Verband aus sechs großen Filmstudios. Netflix ist das einzige Mitglied, das kein Filmstudio im klassischen Sinne ist.

Stellenmarkt
  1. IKK gesund plus, Magdeburg
  2. nexnet GmbH, Berlin

Disney, Fox, Paramount, Sony, Universal und Warner Bros. haben sich demnach dafür ausgesprochen, Netflix in den Verband aufzunehmen. Nach eigener Darstellung schützt der Verband die Inhalte seiner Mitglieder über alle Bildschirme hinweg, verteidigt die kreativen und künstlerischen Freiheiten von Geschichtenerzählern und unterstützt innovative Vertriebsmodelle, die dem Publikum weltweit eine ständig wachsende Auswahl an Fernsehoptionen bieten würden.

"Im Namen des MPAA und seiner Mitgliedsunternehmen freue ich mich, Netflix als Partner begrüßen zu dürfen", sagte Charles Rivkin, CEO der MPAA. "Alle unsere Mitglieder sind bestrebt, die Film- und Fernsehindustrie voranzutreiben, sowohl in der Art und Weise, wie wir Geschichten erzählen, als auch, wie wir das Publikum erreichen. Mit Netflix können wir uns noch effektiver für die globale Gemeinschaft kreativer Geschichtenerzähler einsetzen, und ich freue mich darauf, zu sehen, was wir alle gemeinsam erreichen können."

Die MPAA braucht Geld

"Der Beitritt zur Motion Picture Association ist ein weiteres Beispiel für unser Engagement, die Dynamik dieser Kreativwirtschaften und der vielen talentierten Menschen, die in ihnen arbeiten, auf der ganzen Welt zu gewährleisten", sagte Ted Sarandos, Chief Content Officer bei Netflix. "Wir freuen uns darauf, das Verbandsteam und seine wichtigen Bemühungen zu unterstützen."

Netflix investiert immer mehr in Inhalte, die nur auf der eigenen Plattform zu sehen sind. Neben Fernsehserien sind das auch vermehrt Filme, die Netflix produziert. Der Anbieter will sich damit von Lizenzrechten anderer etwas unabhängiger machen.

Nach Angaben des Hollywood Reporter waren Netflix und die MPAA über die Aufnahme in den Verband bereits länger im Gespräch gewesen. Durch den Zusammenschluss von Disney und Fox hat der Verband ein Mitglied weniger - und damit auch weniger Einnahmen. Pro Jahr zahlen Mitglieder laut Magazin 10 bis 12 Millionen US-Dollar an den Verband. Die MPAA erwägt, weitere Mitglieder aufzunehmen. Dabei könnte Amazon ein möglicher Kandidat sein. Das Unternehmen investiert ebenfalls verstärkt in eigene Inhalte und ist einer der direkten Konkurrenten von Netflix im Bereich der Videostreaminganbieter.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 36,99€
  2. (-78%) 1,11€
  3. 2,99€
  4. 7,99€

MickeyKay 24. Jan 2019

Und deshalb ist dieser Schritt für die MPAA ja auch so ungewöhnlich und zeigt, dass sie...

hans-peterr 23. Jan 2019

Ach so. Wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht und seine eigene streaming Plattform macht...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Smart Display im Test

Die ersten Smart Displays mit Google Assistant kommen von Lenovo. Die Geräte sind ordentlich, aber der Google Assistant ist nur unzureichend an den Touchscreen angepasst. Wir zeigen in unserem Testvideo die Probleme, die das bringt.

Lenovo Smart Display im Test Video aufrufen
Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
Homeoffice
Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst

Homeoffice verspricht Freiheit und Flexibilität für die Mitarbeiter und Effizienzsteigerung fürs Unternehmen - und die IT-Branche ist dafür bestens geeignet. Doch der reine Online-Kontakt bringt auch Probleme mit sich.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
  3. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?

    •  /