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MPAA-Jahresreport: Filmwirtschaft freut sich über steigende Online-Verkäufe

Die MPAA berichtet in ihrem Jahresreport von positiven Zahlen in der Filmindustrie. Vor allem die Umsätze im sogenannten Digitalbereich steigen global. In den USA geht es entgegen dem globalen Trend sogar den Kinos besser als im Vorjahr.

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Der erfolgreichste Kinofilm (USA und Kanada) war Black Panther.
Der erfolgreichste Kinofilm (USA und Kanada) war Black Panther. (Bild: Marvel)

Die Motion Picture Association of America (MPAA) hat ihren Theatrical Home Entertainment Market Environment Report für das Jahr 2018 veröffentlicht. Diesem Bericht zufolge, der einen Fokus auf den US-Filmmarkt legt, aber auch internationale Zahlen bietet, geht es der Industrie gut. Es zeigen sich aber deutliche Veränderungen beim Verhalten der Konsumenten. Vor allem bei den Medienverkäufen sieht es nicht gut aus.

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Die MPAA unterteilt die Statistiken branchenüblich in physische und digitale Verkäufe. Natürlich sind auch auf DVDs und Blu-rays digitale Daten abgelegt, diese werden aber physischen Verkäufen zugeordnet.

Den Zahlen zufolge konnten die Digitalverkäufe in den USA abermals zulegen. Während der Verkaufsumsatz von Silberscheiben von 6,9 auf 5,8 Milliarden US-Dollar sank, stiegen die Zahlen im Downloadgeschäft von 14,1 auf 17,5 Milliarden US-Dollar. Die Verluste im traditionellen Handel wurden aus Sicht der Filmwirtschaft also mehr als wettgemacht. Seit Jahren fallen die Verkaufsumsätze von physischen Medien. 2016 gelang es der Digitalsparte in den USA erstmals, die Disc-Medien zu überholen.

Leider geht der Report nicht auf die Verteilung der Medien ein. So fehlt etwa die Aufteilung von DVD, Blu-ray und der neuen 4K-Blu-ray (Ultra-HD Blu-ray Disc). Schaut man in den Handel, sind aber alle drei Formate noch gut verbreitet. Eine Tendenz wie in der Musikindustrie, wo die CDs massiv an Bedeutung verlieren, ist noch nicht zu erkennen, zumal es der Filmwirtschaft trotz großer Hürden für den Kunden gelang, ein neues, hochpreisiges 4K-Filmformat zu etablieren.

Der Kinomarkt ist laut der Studie stabil. Während es global fast keine Veränderung zum Vorjahr gab, konnten die US-Kinos aber erheblich höhere Umsätze generieren. Um rund sieben Prozent stieg der Umsatz an den US-Kinokassen. Einen Grund dafür nennt der Report nicht. Interessant ist an den Zahlen zudem, dass das 3D-Kino offenbar an Wichtigkeit verliert. Global sanken die Umsätze um 20 Prozent. Der Anteil am Gesamtumsatz sinkt von 21 auf 16 Prozent. Der Rest fällt auf das traditionelle 2D-Kino. Bei den Zahlen ist zu beachten, dass die Ticketpreise für 3D-Vorstellungen normalerweise höher sind als für 2D-Lichtspielkarten. Ein Faktor bei den Zahlen dürfte zudem der Umstand sein, dass 2018 weniger 3D-Filme erschienen. Basierend auf Comscore-Zahlen sind 2018 69 Filme in 3D erschienen. 2017 waren es noch 80. Bei so wenigen Filmen können allerdings ein oder zwei einzelne erfolgreiche oder gar floppene Filme die Gesamtzahlen stark beeinflussen, so dass die Zahlen mit Vorsicht zu betrachten sind. Zum Vergleich: Insgesamt zählt Comscore 758 Filme für 2018 und 785 Filme für das Vorjahr.

Immerhin: Die meisten erfolgreichen Filme gab es auch in einer 3D-Fassung. 16 der 25 erfolgreichsten Filme des Jahres 2018 wurden in US-amerikanischen und kanadischen Lichtspielhäusern auch als 3D-Variante angeboten. In der Top 10 war Deadpool 2 sogar der einzige Film, der ohne 3D-Variante veröffentlicht wurde.

Der 55 Seiten starke PDF-Report steht bei der MPAA zum Download bereit. Er beinhaltet lobenswerterweise auch Details zu den Erhebungsmethoden, den Fehlerraten und den Fragen, die beispielsweise Kinobesuchern gestellt wurden.

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wlorenz65 15. Apr 2019

Da gab es vor einem Jahr immer mal wieder Artikel auf US-Newsseiten über Probleme mit...

randya99 15. Apr 2019

Mehr als 5% können schonmal gar kein 3D sehen. Hinzu kommen 15%, die davon Kopfschmerzen...


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